Analytics bleibt eine Herausforderung

Bild: 123rf/Fractal

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Jedes zweite Unternehmen hadert mit der Qualität der vorhandenen Daten, gerade Analytics bleibt noch immer eine grosse Herausforderung. Viele Unternehmen fehlt schlichtweg die richtige Technologie für einen übergreifenden Zugriff auf qualitativ hochwertige Daten. Das ergab eine gemeinsame Studie der Enterprise Strategy Group und Intersystems.

In einer gemeinsamen Studie der Enterprise Strategy Group und Intersystems zum Datenmanagement in Unternehmen gab das Gros der Unternehmen an, das Ziel zu verfolgen, die Bereitstellung von Daten über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg voranzutreiben. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen (48 Prozent) hadert aktuell jedoch mit der bestehenden Qualität ihrer Daten. Gleichzeitig sehen sie sich mit grossen Herausforderungen in den Bereichen Sicherheit (47 Prozent), Komplexität (38 Prozent) und Performance (36 Prozent) konfrontiert. Im Zuge der Befragung wurden knapp 400 IT-Experten und Führungskräfte interviewt. Demnach ist die Mehrzahl der Unternehmen bestrebt, einen einfacheren Zugang zu Daten und Self-Service-Funktionen zu realisieren. Dadurch wollen sie „Analytics für alle“ erreichen, indem sie Fachanwendern mehr Möglichkeiten geben, einen schnellen Zugriff auf unmittelbar verwertbare Erkenntnisse zu schaffen. Dadurch sinkt der Arbeits- und Kostenaufwand für die Datenbereitstellung und -analyse, da Spezialisten wie Data Scientists nicht mehr zwingend benötigt werden, um die Auswertungen überhaupt durchführen zu können. „Mehr Menschen in die Lage zu versetzen, Daten unternehmensweit zu nutzen und davon zu profitieren, klingt als Konzept einfach“, erklärt Scott Gnau, Head of Data Platforms for Intersystems. „Doch wie die Ergebnisse der Umfrage zeigen, stehen viele Unternehmen in mehreren Bereichen vor grossen Herausforderungen, die von Datenqualität über die Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit der eigenen Lösung bis hin zu Einschränkungen bei der Integration mit den zugrunde liegenden Datenquellen reichen. Eine moderne Datenplattform, die fortschrittliche Analysefunktionen beinhaltet, löst diese Problemstellungen und versetzt Fachanwender in die Lage, Daten nach ihren eigenen Vorstellungen zu analysieren und mit ihnen zu interagieren.“

Doch noch sind die meisten Unternehmen nicht so weit: Im Rahmen der Befragung gaben lediglich sieben Prozent der Unternehmen an, dass mehr als die Hälfte ihrer Mitarbeiter einen Zugang zu einer Plattform für die Analyse von Daten haben. Entsprechend gross ist in vielen Firmen das Bestreben nach einer Modernisierung ihrer IT-Landschaft, insbesondere mit Blick auf Lösungen für Business Intelligence und Analytics. So planen 47 Prozent der Unternehmen Investitionen im Bereich der Augmented Analytics. Das auch als AutoML bezeichnete Konzept der Augmented Analytics beruht auf maschinellem Lernen und Natural Language Processing. Ziel ist es, Analysen zu automatisieren, die normalerweise von einem Spezialisten oder Datenwissenschaftler durchgeführt werden. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (56 Prozent), die als Vorreiter bereits eine Datenplattform mit integrierten Analysetools besitzen und diese einsetzen, berichten von einer Steigerung der betrieblichen Leistungsfähigkeit. Weitere 51 Prozent sehen eine Steigerung der Produktivität von Fachanwendern, die integrierte Analysetools nutzen. Zudem hat sich für 49 Prozent die Leistung ihrer Datenteams erhöht. Ebenfalls fast die Hälfte (48 Prozent) gibt an, dass der Einsatz von integrierten Analysetools zu einer besseren Reaktionsfähigkeit auf neue Erkenntnisse aus den eigenen Daten führt.

Weitere relevante Ergebnisse der Umfrage:

  • 50 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass sie ihre Plattform für die Analyse von Daten im nächsten Jahr um neue Fähigkeiten und Funktionen erweitern werden.
  • Ausserdem planen 48 Prozent, mehr Mitarbeiter innerhalb ihres Unternehmens mit ihrer Plattform für die Analyse von Daten vertraut zu machen, um die Akzeptanz zu erhöhen und die Durchführung von Analysen zu erleichtern.
  • Die Unternehmen rechnen auch mit Investitionen in die Datenvisualisierung (44 Prozent), die Datenintegration (42 Prozent) sowie interaktive Dashboards und Berichte (37 Prozent).

„Aus den Ergebnissen der Umfrage geht hervor, dass der Einsatz von integrierten Analysetools und die daraus resultierenden Erkenntnissen es Mitarbeitern ermöglichen, ihre Arbeit effektiver zu erledigen, unabhängig von ihrer Rolle im Unternehmen“, fügt Scott Gnau hinzu. „Alle Unternehmen, die bei der Datenverarbeitung führend sind, erkennen bereits den Nutzen ihrer Investitionen in die Analyse von Daten. Zugleich sehen sie die Chance, dass mehr Mitarbeiter mehr Daten nutzen können, um für das eigene Unternehmen die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.“