Digitalisierung schafft neue Arbeitsstrukturen

Flexible Arbeitsmodelle wie Blended Working werden immer beliebter, stellen aber auch neue Anforderungen an HR-Abteilungen. (Bild: SD Worx)

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Digitalisierung, Blended Work und automatisierte Prozesse: Die HR-Branche muss sich auf viele Veränderungen einstellen. Klassische Arbeitsmodelle werden durch innovative Abläufe abgelöst und Unternehmen müssen sich immer mehr mit zukunftsfähigen Methoden rüsten. Was der Strukturwandel noch verspricht, welche neuen Methoden erfolgversprechend sind und worauf sich vor allem Personalabteilungen verstärkt einstellen müssen, weiss HR- und Payroll-Spezialist SD Worx.

Laut einer von SD Worx im Juni 2020 durchgeführten Umfrage unter 3.000 europäischen Unternehmen haben nur 5,9 Prozent der Befragten den Übergang in das digitale Zeitalter erfolgreich vollzogen. Lediglich 23 Prozent der Teilnehmer*innen geben an, dass sie bisher einen hohen Digitalisierungsgrad in ihrem Unternehmen erreicht haben. Die Gründe für diesen schleichenden Entwicklungsprozess sind vielfältig - viele Unternehmen zögern bei der Umsetzung neuer Reformen. Trotz seiner treibenden Rolle im Zuge der Digitalisierung hat vor allem der HR-Bereich allen Grund zur Sorge: Denn altbewährte Routine- und Personalverwaltungsaufgaben gehören zunehmend der Vergangenheit an und werden durch automatisierte Arbeitsprozesse ersetzt. Administrative Tätigkeiten lassen sich hervorragend durch digitale Tools abwickeln, so dass sich grundlegende HR-Aufgaben als überwiegend überflüssig erweisen und infolgedessen entfallen.

Flexible Arbeitsmodelle als innovative Wegweiser

Die Nachfrage nach HR-Mitarbeiter*innen könnte in Zukunft sinken, obwohl ihre Kompetenzen in vielerlei Hinsicht weiterhin benötigt werden. Denn HR-Mitarbeiter*innen treiben nicht nur die Digitalisierung in den einzelnen Unternehmen kontinuierlich voran, sondern ermutigen auch einzelne Bereiche, neue Wege zu gehen: von der Einführung einer zukunftsorientierten Personal- und Unternehmensentwicklung bis hin zu neuen Methoden auf der Führungsebene. Sie agieren als Innovationstreiber und definieren ihre Aufgaben neu. Nicht zuletzt sind sie dafür verantwortlich, Lösungen für zukünftige Arbeitsmodelle unkompliziert und effektiv umzusetzen: Neben Remote und Hybrid Working reiht sich damit nun auch Blended Working in die Liste der flexiblen Arbeitsformen ein. Hierbei haben Mitarbeiter*innen nicht nur die Freiheit, ihre Arbeitszeit und ihren Arbeitsort selbst zu bestimmen, sondern wechseln beispielsweise auch innerhalb eines Tages vom Büro ins Homeoffice. Durch die Verschmelzung von Arbeitstag und Homeoffice wollen die Unternehmen ihren Mitarbeiter*innen mehr Autonomie gewähren.

Blended Working und die Rolle des HR

Während der Pandemie lag der Anteil der Homeoffice-Enthusiasten bei 27 Prozent. Laut einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung belief sich dieser Anteil im Vorjahr noch auf knappe 4 Prozent. Das Blended-Work-Modell trägt demnach nicht nur zu einer gesünderen Work-Life-Balance bei, sondern steigert auch die Produktivität der Mitarbeiter*innen. Doch trotz fortschrittlicher Massnahmen im Arbeitsalltag gibt es Bedenken hinsichtlich der Entstehung möglicher gesundheitlicher Folgen und des Sozialisationsbedarfs. Unternehmen sollten daher in ausreichendem Masse Wechselmöglichkeiten zwischen Büro und Homeoffice schaffen und zusätzlich in eine entsprechende technische Ausstattung der Heimarbeitsplätze ihrer Mitarbeiter*innen investieren, um auch die Zusammenarbeit der einzelnen Kolleg*innen zu stärken. Die digitale Metamorphose birgt viel Potenzial und ermöglicht es Personalarbeiter*innen, den Unternehmenserfolg und den Verlauf der neuen Arbeitsmodelle durch neue Arbeitsmuster, Technologien und Tools zu protegieren. Durch den Einsatz moderner HR-Lösungen und der Gestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen des Blended Workings bewirken sie, dass die Mitarbeiter*innen das von ihnen angestrebte Selbstmanagement erhalten. Wichtige Funktionen, die diese Entwicklung vorantreiben, sind Tools wie benutzerfreundliche Self-Service-Portale für die Einreichung von Urlaubsanträgen oder systematisch generiertes Onboarding neuer Mitarbeiter*innen im Blended-Work-Modus.

Mehr Erfolg durch neue Konzepte

Indem sie die neue Arbeitswelt aktiv mitgestalten, durchbrechen HR-Mitarbeiter*innen traditionelle Arbeitsmuster mit zukunftsorientierten Konzepten. Angesichts dieses Wandels ist es unabdingbar, dass sich die Personalabteilungen mit der Digitalisierung weiterentwickeln und neues Wissen im Umgang mit digitalen Werkzeugen aufbauen, um den Geschäftserfolg und die Leistung der Mitarbeiter*innen zu steigern. Eine vielversprechende Arbeitsform in diesem Zusammenhang ist das Blended Working, ein zunehmend wachsendes Arbeitsmodell, das den Mitarbeiter*innen auch durch automatisierte HR-Prozesse maximale Flexibilität und Wohlbefinden bietet.