Schweizer ICT-Branche wieder deutlich in der Wachstumszone

Bild: 123rf/Fractal

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Der Swico ICT Index landet mit seinen Erwartungen für das zweite Quartal bei 113,2 Punkten und somit – nach einem schwierigen Jahr – zum ersten Mal wieder deutlich in der Wachstumszone. Auch hat sich bei denjenigen Branchensegmenten, die den Sprung über die Wachstumsgrenze noch nicht ganz geschafft haben, der Abstand zur Wachstums-Marke von 100 Punkten deutlich verringert.

Die Stimmung der ICT-Branche für das zweite Quartal 2021 ist klar positiv. Das Vergleichsquartal 2020 lag mitten im ersten Lockdown, was den Schluss zulässt, dass es der Schweizer ICT-Branche nun, im zweiten Teil-Lockdown, besser gelingt, sich am Markt zu behaupten.

Den höchsten Anstieg und Gesamtwert verzeichnet das Segment IT-Technology

Mit plus 22,4 Punkten landet IT-Technology auf Platz 1 und deutlich in der Wachstumszone von über 100 Punkten. Knapp dahinter verzeichnet Consulting ebenfalls gute Werte: plus 10,5 Punkte ergeben ein Gesamtresultat von 115,0 Punkten. Auch die Branchensegmente IT-Services (112,3/+ 6,6 Punkte), Software (109,1/+ 15,2 Punkte) antizipieren rentableres Wachstum und landen auf komfortablen Werten innerhalb des Swico ICT Index.

Nicht ganz so optimistisch gestimmt

Consumer Electronics wächst um 2,3 Punkte und landet mit 98 Punkten knapp unter der Wachstumsgrenze. Imaging/Printing/Finishing schafft insgesamt 97,7 Punkte, macht aber einen Riesenschritt nach vorne. Das Segment steigt um satte 39 Punkte – ein deutliches Zeichen, dass es dieser Branche gelungen ist, sich an die neuen Marktbedingungen anzupassen.

«New Normal» aber Herausforderungen bleiben

Der Schweizer ICT-Branche gelingt es insgesamt offenbar gut, sich auf das «New Normal» einzustimmen. Dennoch bleiben die Unsicherheiten hinsichtlich des Pandemieverlaufs und der daraus resultierenden Verordnungen und Massnahmen gross. So kämpft die Branche, trotz guter Resultate, nach wie vor mit Projektaufschüben und fehlenden Investitionen – und die Suche nach geeigneten ICT-Spezialist*innen gestaltet sich immer noch schwierig. Auch stellt der noch immer fehlende direkte Kundenkontakt eine Herausforderung dar und zwingt die Branche, neue Kollaborations- und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Pandemiebedingte Lieferengpässe und mangelnde Warenverfügbarkeit belasten vor allem die zwei Segmente Consumer Electronics und Imaging/Printing/Finishing.
Beim Verband der Schweizer Digitalisierer freut man sich über die positiven Entwicklungen in der Branche. Judith Bellaiche, Geschäftsführerin von Swico: «Die vergangenen Monate waren für unsere Branche herausfordernd. Dass nun eine Entspannung der Situation eintritt, freut uns ungemein. Wir werten dies als deutliches Zeichen der hohen Agilität und der Hartnäckigkeit der ICT-Branche. Hoffen wir, dass die Digitalisierungsindustrie die Speerspitze darstellt und die Belebung unserer Branche sich auf andere Wirtschaftszweige übertragen lässt.»

www.swico.ch

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