Amazon, der eigentliche Big-Data-King

    pdm

    Liebe Leserinnen und Leser

    Big Data – ein Begriff, der in aller Munde ist, aber für viele Normalbürger wohl nicht allzu viel aussagt. Was bedeutet er überhaupt? Wikipedia erklärt ihn folgendermassen: «‹Big Data› wird häufig als Sammelbegriff für digitale Technologien verwendet, die in technischer Hinsicht für eine neue Ära digitaler Kommunikation und Verarbeitung und in sozialer Hinsicht für einen gesellschaftlichen Umbruch verantwortlich gemacht werden. Dabei unterliegt der Begriff als Schlagwort einem kontinuierlichen Wandel; so wird mit ihm ergänzend auch oft der Komplex der Technologien beschrieben, die zum Sammeln und Auswerten dieser Datenmengen verwendet werden.»
    Was bedeutet das konkret? Über jeden von uns werden Daten über Kaufverhalten gesammelt und ausgewertet, um uns ständig Angebote vor die Nase zu setzen, für die wir empfänglich sind. Bis zu einem gewissen Punkt ist es sinnvoll, als Unternehmen eine Kundendatenbank anzulegen, wo die Bedürfnisse und Wünsche festgehalten werden. Wo ist denn aber die Grenze und wer kontrolliert, was mit diesen Daten am Ende noch geschieht? Vor ein paar Tagen sah ich die Dokumentation «Allmacht Amazon». Das Unternehmen zählt zu den grössten Datensammlern überhaupt und die Dokumentation schilderte sehr plausibel, was es für den Markt bedeutet, wenn ein Unternehmen den ganzen Markt beherrscht und kein Wettbewerb mehr stattfindet, weil es alle anderen verdrängt oder übernommen hat.
    Amazon ist eine Maschine, die weltweit mehr als 300 Millionen Menschen gleichzeitig beobachtet, vergleicht und analysiert. In der Geschichte des Handels hat noch nie ein Konzern derart viele Daten über das Verhalten von Käufern und Händlern gesammelt wie Amazon. Denn in Zukunft gilt immer mehr: Wer die meisten Daten hat, hat einen Wettbewerbsvorteil.
    Allein die Tatsache, dass wir ständig überwacht und ausspioniert werden, damit man unser Kaufverhalten und unsere Interessen herausfindet, wurde mir im Bericht mit einem einfachen Beispiel dargestellt: Eine Frau erhält ein Paket mit Babyartikeln wie Schnuller, Fläschen, Body und dergleichen. Sie hat das Paket aber nicht bestellt, weil sie gar noch nichts von ihrer Schwangerschaft weiss. Das Unternehmen aber schon, da es aufgrund von Algorithmen und verschiedenen Datensammlungen von Schwangeren weiss, dass sich das Kaufverhalten schon unbewusst verändert. Da kommt mir der Film «Minority Report» in den Sinn, wo man verhaftet wird, bevor man eine Straftat begeht, weil die Möglichkeit dazu besteht.
    Die Politik ist gefordert, diesem Treiben endlich Einhalt zu gebieten. Konzerne, die Daten sammeln, sollten zur vollständigen Transparenz verpflichtet werden. Nur das schützt uns (möglicherweise) vor Missbrauch. Und bewahrt seriöser operierende Unternehmen vor der Versuchung, ähnlich skrupellos zu agieren – oder unterzugehen, zerdrückt von einem übermächtigen Konzern.
    Ich empfehle Ihnen, sich diese Dokumentation anzusehen, Ihre Meinung dazu würde mich interessieren.

    Herzlichts Ihre
    Petra De Meo
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Soziale Netzwerke

     

    Fractal Verlag GmbH

      +41 61 683 88 76

      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!