28 Prozent der Schweizer Beschäftigten nutzen generative KI täglich. Beim konkreten Nutzen fällt die Bilanz laut PwC jedoch deutlich zurückhaltender aus.
KI ist im Schweizer Arbeitsalltag längst angekommen: 28 Prozent der Beschäftigten greifen täglich auf generative KI zurück, weltweit sind es 22 Prozent. Die hohe Nutzung schlägt sich bislang jedoch nur begrenzt in einem spürbaren Mehrwert nieder. So geben 14 Prozent der Befragten an, dass KI sie motivierter, selbstbewusster oder handlungsfähiger macht, während nur 10 Prozent deutliche Verbesserungen bei der Arbeitsqualität feststellen. Bei Kreativität und Fähigkeiten liegen die Werte mit jeweils 9 Prozent noch tiefer, und lediglich 7 Prozent erwarten, ihrem Arbeitgeber dadurch deutlich mehr Wert zu bringen. Etwas besser fällt die Bilanz bei anspruchsvolleren Aufgaben aus: 22 Prozent sagen, dass KI ihnen hilft, komplexere Arbeiten zu bewältigen. Weltweit liegt dieser Anteil bei 29 Prozent. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC sieht damit eine deutliche Lücke zwischen der Nutzung von KI und ihrem tatsächlich wahrgenommenen Nutzen. Viele Beschäftigte arbeiten bereits regelmässig mit den neuen Werkzeugen, erleben im Arbeitsalltag aber noch vergleichsweise wenig konkrete Verbesserungen. Hinzu kommt die Unsicherheit darüber, welche Fähigkeiten künftig gefragt sein werden. Nur 19 Prozent geben an, genau zu wissen, welche Kompetenzen sie in Zukunft benötigen. Auch beim Zugang zu Weiterbildung und beim Aufbau neuer Fähigkeiten liegt die Schweiz unter dem globalen Vergleichswert. „KI zeigt deutlich: Nutzung allein schafft noch keine Akzeptanz. Die Mitarbeitenden brauchen Unterstützung, um ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und das volle Potenzial der Technologie auszuschöpfen“, sagt Teena Madhvani, Partnerin bei PwC Schweiz. Für die Studie wurden im Mai und Juni 2026 weltweit 49'364 Beschäftigte in 48 Ländern und Regionen befragt. Die Schweizer Auswertung basiert auf 996 Personen. (aso)