Eine Studie von TCS und AWS zeigt: Künstliche Intelligenz wird bis 2026 zu einem der wichtigsten Treiber für Margengewinne in der Fertigungsindustrie.
Eine aktuelle Studie von Tata Consultancy Services und Amazon Web Services zeigt, dass künstliche Intelligenz in der Fertigungsindustrie rasch an Bedeutung gewinnt. Drei Viertel der befragten Führungskräfte erwarten, dass KI bis 2026 zu den wichtigsten Treibern für operative Margengewinne zählt. Gleichzeitig sehen viele Unternehmen strukturelle Defizite. Nur rund ein Fünftel der Befragten stuft die eigenen Organisationen bereits heute als vollständig KI bereit ein. Als zentrale Hürden gelten unzureichende Datenstrukturen, fehlende Integration und begrenzte Systemreife in Produktion und Lieferketten. Besonders stark an Bedeutung gewinnt agentische KI. Fast drei Viertel der Führungskräfte gehen davon aus, dass KI Agenten bis 2028 einen relevanten Anteil routinemässiger Produktionsentscheidungen übernehmen werden. Erwartet werden selbstoptimierende Prozesse, höhere Transparenz und schnellere Entscheidungen auf Werksebene. Zudem berichten viele Unternehmen bereits von ersten messbaren Effekten. Rund 40 Prozent sehen Verbesserungen durch KI gestützte Anwendungen in Bereichen wie Qualitätskontrolle, Planung und Lieferkettensteuerung. Mehr als 30 Prozent rechnen mit deutlichen Produktivitätsgewinnen durch die Modernisierung bestehender Systeme. Die Studie basiert auf einer Befragung von 216 Führungskräften aus Industriebranchen wie Automobilbau, Maschinenbau, Luft und Raumfahrt, Chemie und öffentlichem Sektor in Europa und Nordamerika. (aso)