KI-Rechenzentren und teurere Speicherchips treiben das Geschäft mit Enterprise-Storage an. Besonders gefragt sind leistungsstarke All-Flash-Systeme.
Der weltweite Markt für externe Enterprise-Storage-Systeme wächst rasant. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz laut IDC um 33,6 Prozent auf 10,34 Milliarden Dollar. Damit erreichte die Branche einen der höchsten Quartalswerte seit Beginn der Erhebung. Ein wichtiger Treiber ist der KI-Boom. Unternehmen investieren massiv in neue Rechenzentren und brauchen dafür schnelle und leistungsfähige Speichersysteme. Besonders stark legte deshalb das High-End-Segment zu. Systeme mit Preisen von mehr als 250'000 Dollar kamen auf einen Umsatz von 2,7 Milliarden Dollar – 90,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig werden Speicherchips teurer. NAND und DRAM sind knapp, weil Hersteller ihre Kapazitäten verstärkt für margenstarke Produkte einsetzen. Viele Unternehmen ziehen deshalb geplante Investitionen vor, bevor die Preise weiter steigen. IDC rechnet erst ab 2028 mit einer deutlicheren Entspannung. Besonders gefragt sind All-Flash-Systeme. Ihr Umsatz stieg um 42,9 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar. Damit entfällt inzwischen mehr als die Hälfte des gesamten Marktes auf diese Systeme. Hybrid-Flash-Lösungen kamen auf 3,9 Milliarden Dollar und wuchsen um 25,5 Prozent. Auch klassische HDD-Systeme legten zu und erreichten 1,1 Milliarden Dollar. Marktführer bleibt Dell Technologies mit einem Anteil von 23,8 Prozent. Dahinter folgen Huawei mit 11,3 Prozent und Netapp mit 9,6 Prozent. Hewlett Packard Enterprise kommt auf 6,8 Prozent. Auch Westeuropa wächst kräftig. Der Umsatz stieg dort um 42,8 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar. (aso)