Wer KI gut versteht, fürchtet häufiger um den eigenen Arbeitsplatz. Zu diesem Ergebnis kommt der KI-Monitor 2026 der TU Darmstadt.
Mehr als 2000 Menschen wurden dafür gemeinsam mit Yougov befragt. Besonders auffällig ist die Gruppe mit sehr guten KI-Kenntnissen: Rund 43 Prozent rechnen damit, dass KI ihre Arbeit in absehbarer Zeit teilweise oder ganz übernehmen könnte. Entscheidend ist dabei weniger die Branche als das, was jemand konkret produziert. Texte, Analysen, Präsentationen oder Code lassen sich leichter digitalisieren als Tätigkeiten, die stark an physische Präsenz gebunden sind. Entsprechend grösser fällt dort die Sorge aus. Auch insgesamt bleibt die Haltung gegenüber KI gespalten. 25,7 Prozent sehen mehr Chancen, 28,8 Prozent mehr Risiken. Die grösste Gruppe mit 40,8 Prozent hält beides für etwa gleich stark. Unter den KI-Nutzern dominiert zwar die Neugier, doch Sorgen liegen klar vor Hoffnung. Bei der Generation Z zeigt sich diese Unentschlossenheit besonders deutlich. 38 Prozent gehören dort zur ambivalenten Gruppe. Die Jüngeren sind also nicht einfach technikbegeistert, sondern schauen durchaus kritisch auf die Folgen. Konkrete Probleme beschäftigen die Befragten stärker als ferne Zukunftsszenarien. Halluzinationen und Datenschutz wiegen schwerer als die Vorstellung einer künftigen Superintelligenz. Mehr Wissen über KI nimmt die Sorgen also nicht automatisch. Bei vielen scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein. (pdm)