Kingston Technology identifiziert Technologietrends 2022

Bild: 123rf/Fractal Verlag

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Der Jahreswechsel steht vor der Tür und nach zwei turbulenten Jahren wandert der Blick ganz automatisch in Richtung des kommenden Jahres. Der Speicherhersteller Kingston Technology hat sich in diesem Zusammenhang hinsichtlich Vorhersagen für 2022 in der Twitter-Community umgehört und die Frage in den Raum gestellt, wohin die Reise in Sachen Technologie geht.

Ohne Zweifel: die globale Pandemie hat alle Bereiche und Branchen beeinflusst und spielt auch in den Tweets der Teilnehmer eine zentrale Rolle. Kontaktbeschränkungen und andere Massnahmen haben die Entwicklung rund um das Home-Office beschleunigt und digitale Lösungen für Endkonsumenten vorangetrieben. Darüber hinaus fallen häufig konkrete Schlagwörter wie Künstliche Intelligenz, 5G, IoT, Augmented und Virtual Reality. Und zwei weitere Themen tauchen in den Antworten immer wieder auf: Cybersecurity und Datenschutz.

Pandemie als Treiber hybrider Arbeitsmodelle

Aus Sicht der Teilnehmer ist Remote-Work gekommen, um zu bleiben. Dass die Anzahl der aus dem Home Office arbeitenden Beschäftigten im Rahmen der Pandemie deutlich gestiegen ist, ist bekannt. Während es vor 2020 gerade einmal 4 Prozent waren, wuchs der Wert im vergangenen Jahr zeitweise auf 27 Prozent1. Auch für die aktuelle Phase dürften die Zahlen wieder ähnlich aussehen. Es wird davon ausgegangen, dass hybride Arbeitsmodelle zukünftig die Normalität sind. Als Herausforderung wird in diesem Zusammenhang weiterhin die Bereitstellung der technischen Ausstattung und damit verbundenen Sicherheitslösungen gesehen. Security-Konzepte und die sichere Handhabung von Daten müssen – beziehungsweise werden – aus Sicht der Befragten im kommenden Jahr weiter ausgebaut und vorangetrieben.

AR und VR treiben das digitale Erlebnis voran

Nicht nur in der Arbeitswelt, auch bei den Endkonsumenten hat die Pandemie die Entwicklung der digitalen Optionen beschleunigt. Augmented und Virtual Reality haben aus Sicht der Community das Potential, intensivere Erlebnisse zu schaffen, die Kommunikation mit dem Endkunden zu revolutionieren und unter anderem ein Bindeglied zwischen Onlineshops und Ladenlokal zu bilden. Gleichzeitig sehen die Teilnehmer für die Industrie, zum Beispiel im Bereich der Fertigung, einen echten Mehrwert in diesen Technologien.

KI bietet greifbare Werte

Dem Thema „künstliche Intelligenz“ (KI) wird wiederum zugeschrieben, den ersten Hype hinter sich zu haben und an einem Punkt zu sein, um echte greifbare Werte bieten zu können. KI hat das Potential, die Mobilität neu zu gestalten und gleichzeitig – unter anderem durch Datenanalyse oder vernetzte Infrastrukturen – das Thema Nachhaltigkeit voranzutreiben. Nicht zu vernachlässigen ist ausserdem das Potential, das sie in puncto (Cyber-)Security bietet. Hier sehen die Teilnehmer unter anderem Einsatzmöglichkeiten bei der Identifizierung von Schwachstellen in immer komplexeren Netzwerken.

Neue Einfallstore wollen gesichert werden

Eine weltweit durchgeführte Umfrage vom Beginn 2021 zeigt, dass 43 Prozent2 der Unternehmen in Deutschland in den vorangegangenen zwölf Monaten mindesten einmal Opfer einer Cyberattacke geworden sind. Eine andere Quelle spricht sogar von 60 Prozent3, die auf einen Angriff reagieren mussten. Mit der Weiterentwicklung der verschiedenen Technologien und der anhaltenden Heimarbeit bieten sich nach Meinung der Umfrageteilnehmer für Cyberkriminelle viele weitere neue Einfallstore. Über technischen Lösungen wie zum Beispiel KI, VPN, Hardwareauthentifizierung und Verschlüsselung hinaus nennen die Teilnehmer vor diesem Hintergrund immer wieder die wachsende Notwendigkeit von Beratung, Trainings und dem Schaffen von Aufmerksamkeit für aktuelle Themen und Bedrohungen. Technologien sollen die Menschen dabei unterstützen, „das Richtige“ zu tun.

Herausforderungen 2022

Neben diversen Herausforderungen mit Blick auf das Home Office – aus technischer Sicht genauso wie mögliche Auswirkungen auf Mitarbeiter und Produktivität – und damit verbundene Security-Probleme sehen die Befragten vor allem die Engpässe in der Produktverfügbarkeit, Lieferverzögerungen und steigende Kosten als Challenges für das kommende Jahr. Aber auch der Umgang mit Technologien wie KI unter ethischen Gesichtspunkten wird genannt. In einigen Tweets wird der Wunsch geäussert, Künstliche Intelligenz vermehrt für „gute Zwecke“ (#Tech4Good) zu nutzen. Dafür ist es aus Sicht der Autoren unter anderem wichtig, dass die Technik von möglichst vielen Menschen mit diversen Hintergründen lernt.

Die Rolle der Speichertechnologie

Mit der Weiterentwicklung der verschiedenen Technologien steht für die Teilnehmer fest: Speichermedien und Arbeitsspeicher werden mit Blick auf die Trends neben Prozessoren weiterhin eine Schlüsselrolle einnehmen. Die diversen Lösungen waren noch nie so wichtig – hinsichtlich der Datenmenge genauso wie in Hinblick auf die Herausforderungen in puncto Cybersecurity. Aus Sicht der Follower sind sie der Schlüssel zu Technologien wie KI oder Autonomes Fahren. „Selbstverständlich betreffen uns als Technologieunternehmen die Entwicklungen und Innovationen der verschiedenen Branchen und Bereiche ganz besonders und gleichzeitig müssen auch wir mit den Herausforderungen in der aktuellen Situation umgehen“, sagt Christian Marhöfer, Regional Director DACH, Nordics und Benelux. „Als Speicherhersteller beobachten wir unter anderem den Anstieg der zu verarbeitenden Datenmengen ganz genau. Geschwindigkeit, Verlässlichkeit und Energieeffizienz sind wichtige Parameter, die wir bei der Weiterentwicklung unserer Lösungen bedenken müssen.“