Weltweit fliessen 2026 rund 2,7 Billionen Dollar in Künstliche Intelligenz. Laut Gartner sind das 49,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das meiste Geld fliesst in die Infrastruktur. Hyperscaler und Service Provider investieren weiter in Rechenzentren, KI-Server, Netzwerke und Halbleiter. Selbst höhere Speicherkosten bremsen den Ausbau bislang kaum. John-David Lovelock von Gartner bezeichnet den Ausbau der KI-Rechenzentren als das „grösste Infrastrukturprojekt, das die Menschheit je in Angriff genommen hat“. Die Beschaffung zusätzlicher Rechenleistung bleibt entsprechend der grösste Ausgabenblock. Bei Software zeichnet sich ein anderes Bild ab. Anbieter bauen agentische KI immer häufiger direkt in ihre bestehenden Produkte ein. Sie reagieren damit auf neue KI-Konkurrenten, erleichtern ihren Kunden aber zugleich den Einstieg. Denn bei generativer KI ist laut Gartner inzwischen Ernüchterung eingekehrt. Unternehmen setzen deshalb weniger auf grosse Einzelprojekte und greifen häufiger zu Funktionen, die bereits in ihrer vorhandenen Software stecken. Damit sollen Prozesse automatisiert, Abläufe beschleunigt und Entscheidungen unterstützt werden. Etablierte Softwareanbieter dürften damit beim KI-Einsatz weiter zulegen. Für viele Unternehmen wird aus dem KI-Experiment zunehmend Alltag. (pdm)