Accenture: Die Gewinner der digitalen Wirtschaft

    Die digitale Wirtschaft von morgen wird gekennzeichnet sein von fünf Trends: einer stärkeren Automation, digitalen Plattformen, vorhersehbarer Disruption, „Liquid Workforce“ und digitalem Vertrauen. Das sagt das Beratungsunternehmen Accenture in der Technology Vision 2016 voraus. Im Mittelpunkt all dieser Trends steht dabei der Mensch. Der Report, den Accenture jährlich veröffentlicht, basiert auf Gesprächen mit Führungskräften aus Konzernen und Start-Ups sowie mit Wissenschaftlern. 

    Technologien entwickeln sich mit einer noch nie da gewesenen Geschwindigkeit. Wer sich im digitalen Zeitalter an die Spitze setzen will, muss den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Nur wer sowohl Mitarbeiter als auch Geschäftspartner und Kunden entsprechend befähigt, kann den Nutzen von Innovation zur Gänze ausschöpfen. Stellen Unternehmen den Menschen in den Fokus, eröffnen sich ihnen nie gekannte Möglichkeiten für neue Ideen und sie können Produkte sowie Dienstleistungen entwickeln, die unmittelbar den Marktbedarf treffen.

    „In der Accenture Technology Vision 2016 haben wir fünf Trends identifiziert, die über den digitalen Erfolg entscheiden“, sagt Marc Zollinger, Leiter Technology bei Accenture Schweiz. „Das Attribut Digital bezieht sich auch auf Menschen. Daher bildet ,People First‘ die Grundlage der diesjährigen Analyse. Nur diejenigen Unternehmen werden die Chancen der Digitalisierung vollständig nutzen können, welche ihre Mitarbeiter befähigen, sich dauerhaft weiterzubilden, um mehr mit digitalen Technologien zu erreichen und bessere Ergebnisse zu erzielen.“ Laut der begleitend durchgeführten Umfrage unter weltweit mehr als 3‘100 Business- und IT-Entscheidern, erwarten 86 Prozent der Befragten in den kommenden drei Jahren Veränderungen, die schneller und tiefgreifender sein werden als je zuvor. Ein Drittel glaubt, dass die Weltwirtschaft bereits massgeblich von der Digitalisierung beeinflusst wird.

    Viele Unternehmen fühlen sich von der Entwicklung überrannt
    Der Report zeigt, dass sich viele Unternehmen von der Entwicklung überfordert fühlen und einen digitalen Kulturschock erleben, wenn sie mit der Konkurrenz mithalten sollen. Dennoch kann jedes Unternehmen den Ansatz „People First“ übernehmen und mit neuen Geschäftsmodellen die Digitalisierung vorantreiben. Ein Beispiel dafür ist Virgin America, die einzige Fluglinie mit Hauptsitz im Silicon Valley. Das Unternehmen bot Stammkunden vor dem Börsengang Aktienoptionen an und holte die Kunden dadurch buchstäblich an Bord.

    Die fünf Trends der Accenture Technology Vision 2016 sind:

    Intelligent Automation: Führungskräfte forcieren die Automatisierung durch Nutzung von künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence, AI), Robotern und Augmented Reality. Sie verändern die Betriebsabläufe und ermöglichen eine neue, produktivere Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. 70 Prozent der Befragten werden stärker in Technologien rund um AI investieren als noch zwei Jahre zuvor. Mit 55 Prozent planen mehr als die Hälfte die verstärkte Nutzung von Machine-Learning und Lösungen für Embedded AI wie IPsoft Amelia.

    Liquid Workforce: Technologie bringt nicht nur veränderte Anforderungen an Mitarbeiter mit sich. Es ermöglicht Unternehmen auch, anpassbare Unternehmensstrukturen sowie Arbeits-umgebungen zu schaffen, um so agil und schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Der Wunsch nach tiefgehendem Spezial- und Expertenwissen von Fachkräften rangiert bei den befragten Unternehmen nur auf Platz fünf. In der digitalen Arbeitswelt von heute sind laut Umfrage die Fähigkeit, schnell zu lernen, und Flexibilität wichtiger.

    Platform Economy: Führende Unternehmen nutzen plattformbasierte Geschäftsmodelle, um neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschliessen. Sie treiben damit den umfassendsten Wandel der Wirtschaft seit der industriellen Revolution voran. Acht von zehn Umfrageteilnehmern (81 Prozent) bestätigen, dass plattformbasierte Geschäftsmodelle in den kommenden drei Jahren zum Kern ihrer Wachstumsstrategie gehören werden.

    Predictable Disruption: Durch die Digitalisierung verschwimmen die Grenzen zwischen bisher getrennten Branchen und Industriezweigen. Es entstehen komplett neue digitale Geschäftsnetzwerke, die Marktführer zu ihrem Vorteil nutzen. Erfolgreiche Unternehmen beobachten dies, analysieren die Entwicklung und sichern sich rechtzeitig Wettbewerbsvorteile. So gaben 81 Prozent der Befragten an, dass sie diese Entwicklung in ihrer Branche beobachten.

    Digital Trust: Vertrauen ist der Grundpfeiler jedes digitalen Geschäftsmodells erklären 83 Prozent der Umfrageteilnehmer. Wollen Unternehmen das Vertrauen von Kunden, Geschäftspartnern und Regulatoren gewinnen und sichern, müssen sie hohe ethische Standards als Teil ihrer Strategie sehen. Verbesserte Sicherheitstechnologien allein reichen nicht aus.
     
    Über den Report
    Seit fast 16 Jahren beobachtet und analysiert Accenture systematisch die Entwicklung von Unternehmen und Märkten. Accenture identifiziert dabei die Technologietrends mit dem grössten disruptiven Potenzial. Die aktuelle Ausgabe bezieht Input des Technology Vision External Advisory Board mit ein. Dieses Board versammelt mehr als zwei Dutzend Entscheider und Unternehmer aus Privatwirtschaft und öffentlicher Hand, Wissenschaft, Wagniskapitalgeber und Start-Ups. Zudem hat das Team der Technology Vision fast 100 Experten-Interviews durchgeführt und weltweit rund 3‘100 Business- und IT-Entscheider befragt.

    www.accenture.ch/technologyvision

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