Schweiz ist "Cloud-Ready"

04. November 2015
Schweiz ist "Cloud-Ready" © Cisco

    Persönliche Cloud-Speicher, Public Cloud Services und Internet of Everything treiben die Cloud-Entwicklung voran. Die Schweiz erfüllt die Anforderungen zur Cloud Readiness bei mobilen und festen Netzwerken. 

    Bis Ende 2019 wird sich der weltweite Cloud-Traffic mehr als vervierfachen, von 2,1 auf 8,6 Milliarden Terabyte (1 Milliarde Terabyte entspricht 1 Zettabyte (ZB)). In Westeuropa steigt der Cloud-basierte Datenverkehr auf knapp das Vierfache, von 0,39 ZB auf 1,5 ZB. Das zeigt der fünfte jährliche Cisco Global Cloud Index (2014 – 2019). Damit erhöht sich der Datenverkehr in der Cloud sogar noch stärker als im Rechenzentrum, wo er um das Dreifache anwächst: weltweit von 3,4 auf 10,4 ZB und in Westeuropa von 0,648 ZB auf 1,85 ZB. Zu den Faktoren, die den Cloud-Traffic und die Cloud-Nutzung antreiben, gehören persönliche Services für mobile Geräte, das schnelle Wachstum von Public Cloud Services für Unternehmen, vermehrte Maschine-zu-Maschine (M2M)-Verbindungen sowie ein höherer Virtualisierungsgrad von Private Clouds, der zu dichteren Workloads führt. Ein Workload ist ein integrierter Protokollstapel aus Middleware, Anwendung, Datenbank und Betriebssystem, der eine bestimmte Berechnungsaufgabe durchführt.

    «Cloud steht weltweit vor der zweiten Einführungswelle. Die Unternehmen fokussieren dabei nicht nur auf Effizienz und Kostenreduktion, sondern sehen die Cloud als Plattform zur Unterstützung von Innovation, Wachstum und digitaler Transformation», sagt Thomas Streit, Manager Cloud Solutions bei Cisco Schweiz. «Unternehmen und Behörden nutzen Cloud-Lösungen dabei nicht mehr nur für einzelne Aufgaben, sondern strategisch. Für Privatanwender ist die Nutzung von Cloud-Services heute schon fast selbstverständlich. Dies bietet eine enorme Chance für Cloud-Anbieter.»

    Auch das Internet of Everything (IoE) wird einen deutlichen Einfluss auf Rechenzentren und das Cloud-Traffic-Wachstum haben. Die wachsende Zahl von IoE-Anwendungen wird 2019 ein Datenvolumen von insgesamt 507,5 ZB erzeugen. Das ist beinahe 50-mal mehr als der vorausgesagte Datenverkehr in Rechenzentren, der 10,4 ZB beträgt. Heute wird nur ein kleiner Teil dieser Inhalte in herkömmlichen Rechenzentren gespeichert. Doch dies könnte sich durch den steigenden Bedarf an Big-Data-Analysen ändern. Derzeit befinden sich 73 Prozent der Daten, die in persönlichen Geräten gespeichert sind, auf PCs. 2019 wird dagegen über die Hälfte (51 Prozent) auf anderen Geräten wie Smartphones, Tablets oder M2M-Modulen abgelegt sein.

    Die Schweiz erfüllt die Anforderungen zur Cloud Readiness in der höchsten Kategorie (Advanced Cloud Applications). Dies bei festen Netzwerken mit einer durchschnittlichen Download-Geschwindigkeit von 34.967 kbps, einer Upload-Geschwindigkeit von 9.468 kbps und einer Latenzzeit von 32 ms. Die allgemeinen Kriterien lauten: Download über 2.500 kbps, Upload über 1.000 kbps und Latenz unter 100 ms. Diese Werte erreichen inzwischen 119 Länder, im Vergleich zu 109 im vergangenen Jahr. Die Schweiz gehört auch zu den 81 Ländern, welche diese Kriterien für mobile Netzwerke erfüllen (Download: 19.716 kbps; Upload: 6.572 kbps; Latenz: 45 ms).

    Der Cisco Global Cloud Index untersucht Cloud Computing und damit verwandte Trends, um Service-Providern und anderen Unternehmen zu zeigen, wie die Cloud sie und ihre Kunden beeinflusst. Diese Studie bietet IT-Experten auch Informationen zur Bewältigung der immer komplexeren Anforderungen bei Betrieb und Service-Bereitstellung durch Rechenzentren. Schliesslich ist in vielen Branchen die Cloud schon erfolgskritisch für das Business.

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