Schweizer Hochbreitbandnetz mit europäischen Spitzenwerten

30. Oktober 2015
Schweizer Hochbreitbandnetz mit europäischen Spitzenwerten © IHS Technology

    Die EU-Kommission (Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien) hat in der vergangenen Woche die Resultate der vergleichenden Studie «Broadband Coverage in Europe 2014» publiziert. Heute ist der Länderbericht Schweiz veröffentlicht worden. Die Schweiz gehört zur Spitzengruppe.

    Die Schweiz belegt beim Breitbandausbau im europäischen Vergleich einen Spitzenplatz. Zu diesem Ergebnis kommt die vergleichende Studie «Broadband Coverage in Europe in 2014», die im Auftrag der EU-Kommission und Glasfasernetz Schweiz erstellt wurde. In ihrer «Agenda 2020» hat sich die Europäische Union zum Ziel gesetzt, dass bis 2020 alle Bürgerinnen und Bürger über einen Anschluss mit einer Bandbreite von 30 Mbits verfügen. Die Schweiz erreicht diese Zielgrösse bereits heute (gesamte Schweiz: 99% Abdeckung). Nur der Inselstaat Malta verfügt über eine noch höhere Abdeckung. Im Schnitt liegt die Erschliessung in der Europäischen Union bei 68%.
     
    Wirtschaftlich und gesellschaftlich ist es wichtig, dass auch die peripheren Gebiete an leistungsfähige Netze angeschlossen sind. Daher ist es sehr erfreulich, dass auch in ländlichen Gebieten die Abdeckung in der Schweiz hoch ist. Die Erschliessung mit mindestens 30 Mbits im ländlichen Gebiet ist mit über 89% der Haushalte fast viermal so hoch wie in der EU (25%). In Bezug auf die Glasfaserinfrastruktur zeigt die Studie, dass sich die Schweiz, auch punkto Glasfa-serabdeckung, mit rund 26% erschlossenen Haushalten über dem EU-Durchschnittsniveau (18.7%) bewegt.
     
    Die Spitzenposition der Schweiz führt die Studie auf den starken Infrastrukturwettbewerb und die daraus resultierenden hohen Investitionen zurück. Seit 2011 werden in der Schweiz pro Kopf gemäss OECD weltweit am meisten Investitionen getätigt. Das zahlt sich aus: angesichts der Digitalisierung und deren Einfluss auf Gesellschaft und Wirtschaft ist eine hochwertige Telekommunikationsinfrastruktur für die Schweiz ein entscheidender Standortvorteil.
     
    Glasfasernetz Schweiz setzt sich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen in der Schweiz auch weiterhin den Wettbewerb und die Innovationsbereitschaft fördern. Rechtssicherheit und Planbarkeit für die investierenden Unternehmen sollen erhalten werden. Der Präsident von Glasfasernetz Schweiz, Dr. Peter Bieri, fügt an: «Eine leistungsfähige und moderne Kommunikationsinfrastruktur ist für Privatpersonen und Unternehmungen in der Schweiz von zentraler Bedeutung. Die notwendigen Investitionsanreize für den weiteren Ausbau müssen erhalten werden. In diesem Sinne wird sich Glasfasernetz Schweiz u.a. bei der anstehenden Revision des Fernmeldegesetzes kritisch einbringen.»

     

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