IT-Führungskräfte bereiten sich auf neue Arbeitswelt vor

IT-Führungskräfte bereiten sich auf neue Arbeitswelt vor Bild: Pixabay/composita

    IT-Abteilungen weltweit wurden durch den unvermittelten Umstieg auf Homeoffice und Remote Work auf die Probe gestellt. Eine neue Umfrage, die Censuswide im Auftrag von Citrix durchgeführt hat, zeigt nun, dass Unternehmen der Situation gewachsen sind: Sie beschleunigen ihre digitale Transformation.

    „Praktisch über Nacht hat sich das Büro von einem physischen zu einem digitalen Raum gewandelt“, sagt Michael Gubelmann, Country Manager Switzerland bei Citrix. „Unsere Umfrage zeigt, dass IT-Teams weltweit diese Herausforderung angenommen und umgehend allen Mitarbeitern Remote Work ermöglicht haben. Ihre nächste Aufgabe ist jetzt, diese vorübergehende Lösung nachhaltig und auf lange Sicht effektiv zu gestalten. Zeitgleich müssen sie sich aber auch der Mammutaufgabe stellen, die Arbeitnehmer wieder an ihre physischen Arbeitsplätze zurückzubringen. Dieser gewaltige Umschwung in der Unternehmenslandschaft wird wahrscheinlich das Entstehen einer tatsächlich hybriden Arbeitsumgebung vorantreiben. Nun ist es an den IT-Teams und der Unternehmensführung, gemeinsam dafür zu sorgen, dass dieser Entwicklungsschritt zu Remote Work so nahtlos, sicher und flexibel wie möglich stattfindet.“

    Remote Work bleibt
    Während die Welt langsam zur Normalität zurückkehrt, zögern Arbeitnehmer jedoch noch, auch wieder ins Büro zurückzukehren. Über zwei Drittel der befragten IT-Entscheidungsträger (69 Prozent) stimmen zu, dass es für die Mehrheit ihrer Mitarbeiter überraschend einfach war, den Wechsel ins Homeoffice anzutreten. Zudem sagen 71 Prozent von ihnen, dass die von ihnen eingesetzte Technologie eine ebenso effektive Zusammenarbeit ermöglicht hat wie zuvor.
    Vor diesem Hintergrund bringen Unternehmen ihre digitalen Motoren auf Hochtouren und implementieren nun Lösungen zur Unterstützung von Remote Work auf lange Sicht: 62 Prozent der IT-Leiter geben an, dass ihre Abteilungen eine Verkleinerung der physischen IT-Infrastruktur und den Übergang zu einem Cloud-Modell erwägen. Weitere 42 Prozent rechnen mit der Einführung digitaler Arbeitsplattformen und 44 Prozent wollen öffentliche Cloud-Dienste zur Erleichterung von langfristigem Remote Work einführen.

    Homeoffice erfordert neue Strukturen
    Doch der Weg zu Remote Work war für Unternehmen nicht einfach – auch, wenn 68 Prozent der Mitarbeiter bereits zuvor bereits mindestens einen Tag pro Woche von zu Hause gearbeitet haben. Fast die Hälfte der befragten IT-Führungskräfte (48 Prozent) gibt an, dass ihr Unternehmen nicht auf einen Business-Continuity-Plan zurückgreifen konnte, der den Wechsel fast aller Mitarbeiter zu Remote Work berücksichtigt. 61 Prozent von ihnen fanden es zudem herausfordernd, diesen Wechsel vorzunehmen. All dies hat den IT-Teams einiges abverlangt. So berichten mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Befragten von einem hohen Stressniveau.

    IT-Teams werden gestärkt aus der Krise gehen
    Dennoch sind auch positive Veränderungen zu beobachten, wie Michael Gubelmann ausführt: „Diese Krise hat verdeutlicht, dass die IT-Teams oft die ‚unbesungenen Helden‘ eines Unternehmens sind und ihre Arbeit nun auch anderen Mitarbeitern deutlich präsenter gemacht. Sie haben sichere und zuverlässige Arbeitsumgebungen geschaffen, mit denen die Mitarbeiter engagiert und produktiv arbeiten und somit den Fortbestand des Unternehmens auch in schwierigen Zeiten gesichert. IT-Teams werden gestärkt aus der Krise hervorgehen und von ihren Unternehmen und anderen Mitarbeitern künftig noch mehr geschätzt werden. Über drei Viertel der befragten IT-Führungskräfte (77 Prozent) teilen diese Meinung und sagen, dass die IT derzeit als ‚geschäftskritisch für ihr Unternehmen‘ angesehen wird.“

    Jedoch hat die schnelle und umfassende Einführung von Remote Work eine Reihe neuer Bedenken und Herausforderungen mit sich gebracht: 70 Prozent der IT-Führungskräfte machen sich Sorgen über die Informationssicherheit, weil die Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) gibt an, dass die Zahl der Mitarbeiter, die nicht genehmigte Software installieren, sprunghaft angestiegen ist. Die genutzten technischen Lösungen haben mitunter ebenfalls Probleme verursacht, denn rund ein Viertel der Befragten (23 Prozent) sagt, dass ungeplante Abschaltungen des „Virtual Private Networks“ (VPN) in den letzten Wochen ein Hauptproblem für ihre Abteilung waren.

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