Beliebtheit von iPhones nimmt ab

25. November 2019
Beliebtheit von iPhones nimmt ab

    Die Beliebtheit von Apple in der Schweiz nimmt ab. 2018 nutzten 44,4 Prozent der Erwachsenen hierzulande ein iPhone. Heuer sind es noch 42,6 Prozent. Und nur noch 37,6 Prozent beabsichtigen beim nächsten Smartphonekauf zu einem iPhone zu greifen.

     

    Die Dominanz von iPhones bröckelt in der Schweiz. Letztes Jahr besassen 44,4 Prozent ein iPhone, 2019 sind es noch 42,6 Prozent. Und von Personen, die in den nächsten 12 Monaten ein neues Handy erwerben wollen, beabsichtigen nur noch 37,6 Prozent ein Apple-Smartphone zu kaufen. 13,6 Prozent der Kaufwilligen sind unschlüssig über das künftige Betriebssystem. Das zeigt die neuste repräsentative Marktumfrage des Online-Vergleichsdienstes Comparis.ch.

    Generationen Ü35 bevorzugen klar Android gegenüber Apple
    Dabei zeigt sich ein deutlicher Generationen-Graben: Der Anteil der überzeugten Android-User liegt über die Generationen hinweg stabil zwischen 46 und 48 Prozent. Der Anteil der Apple-Fans ist unter den Älteren deutlich kleiner. So wollen 42,5 Prozent der unter 36-Jährigen in den nächsten 12 Monaten ein iPhone kaufen. Bei den 36- bis 55-Jährigen sinkt dieser Anteil auf 37,5 Prozent. Und bei den über 56-Jährigen beabsichtigen nur 32,2 Prozent ein iPhone zu erwerben. In diesem Alterssegment liegt dagegen der Anteil der noch Unschlüssigen bei 18,8 Prozent und ist damit mehr als doppelt so hoch wie bei den unter 36-Jährigen (7,8 Prozent). «Nachdem Android längst das funktionale Level von iOS erreicht hat, spielt vor allem noch das Markenimage eine Rolle für den Kaufentscheid», glaubt Comparis-Telekomexperte, Jean-Claude Frick. Jüngere Nutzer definierten sich eher über Marken und würden etwa mit der Nutzung eines iPhones auch ein Statement abgeben.

    Leute ersetzen ihr Handy trotz Preissteigerung schnell
    Die deutliche Mehrheit der Befragten glaubt, sie würde aufgrund der in den letzten Jahren gestiegenen Gerätepreise ihr Handy länger nutzen. Allerdings lässt sich keine Gewohnheitsveränderung feststellen. Aktuell besitzt fast die Hälfte der Umfrageteilnehmenden (45,7 Prozent) ihr Gerät nur 2 bis 3 Jahre.

    Etwas mehr als die Hälfte plant eine Gerätenutzung von 2 bis 3 Jahren (53,3 Prozent). In den nächsten 12 Monaten planen 57,1 Prozent der befragten Personen ein neues Smartphone zu kaufen. Ein nächstes Handy wollen wiederum praktisch gleich viele Befragte 2 bis 3 Jahre behalten (53,1 Prozent). Der Anteil der Personen, die ihr Handy 4 Jahre und länger behalten wollen, bleibt bei 32 Prozent (geplante Nutzung aktuelles Gerät) bzw. 30,5 Prozent (geplante Nutzung neues Gerät).

    Teure Flagship-Handys bleiben vorerst eine Randerscheinung
    Die Umfrage zeigt allerdings auch: Kaum jemand will tatsächlich den Preis der neuen Flagship-Handys bezahlen. «Mittelklasse Smartphones sind heute so gut wie noch nie und decken die Bedürfnisse der meisten Nutzer ab. Wer eine brauchbare Kamera, ansprechendes Design und gute Akkulaufzeit braucht muss heute nicht mehr zum Topmodell greifen», erklärt Frick.

    Bloss 3,4 Prozent der Befragten wollen für ihr nächstes Smartphone über 1’000 Franken ausgeben. Bei Geräten mit einer Preisspanne von 800 bis 1000 Franken liegt der Anteil der Kaufwilligen ebenfalls tief bei durchschnittlich

    8,7 Prozent. Bei der Zahlungsbereitschaft zeigt sich ein Auseinanderklaffen der Generationen: Während von den über 55-Jährigen nur 5,2 Prozent über 800 Franken für ein neues Smartphone ausgeben wollen, sind es bei den 18- bis 35-Jährigen doppelt so viel, nämlich 11,1 Prozent.

    Im Schnitt wollen Herr und Frau Schweizer für ihr nächstes Handy 447 Franken zahlen. Bei den unter 36-Jährigen sitzt das Geld mit einem geplanten durchschnittlichen Kaufpreis von 494 Franken allerdings deutlich lockerer als bei den älteren Generationen (36- bis 55-Jährige: 433 Franken, Ü55: 413 Franken). Mehr als die Hälfte der über 35- bis 74-Jährigen will weiterhin nicht mehr als 400 Franken für ein neues Handy ausgeben.

    Wenig genutzte Top-Geräte
    Tatsächlich nutzen bloss 5,1 Prozent der Befragten das Samsung-Flagshipgerät S9/S9 Plus, 4,6 Prozent ein iPhone XS/XS Max und 1,7 Prozent ein Huawei P30/P30 Pro. Das sind also insgesamt knapp 10 Prozent aller Smartphone-Besitzer in der Schweiz.

    Auch die Vormodelle im Topsegment sind nicht viel stärker verbreitet: So haben 6,1 Prozent der Umfrageteilnehmenden ein iPhone X und 6,3 Prozent ein Samsung Galaxy S8/S8+. Mehr als zwei Drittel der Befragten besitzen aber ein älteres iPhone und 12,6 Prozent ein älteres Samsung-Modell.

    «Es wird für Smartphone-Hersteller immer schwieriger, die teilweise sehr hohen Preise ihrer Topmodelle zu rechtfertigen. Die stagnierende Entwicklung ganz neuer Funktionen und das hohe technische Niveau heutiger Smartphones senken die Bereitschaft, jedes Jahr viel Geld für ein neues Modell auszugeben», so das Fazit des Comparis-Telecomexperten.

    Methodik
    Die repräsentative Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut innofact im Auftrag von comparis.ch im September und Oktober 2019 unter 2’087 Personen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt.

    Soziale Netzwerke

     

    Fractal Verlag GmbH

      +41 61 683 88 76

      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!