Europäische Unternehmen sollten mehr in Big Data und Analytics investieren

27. Mai 2015

    Big Data und Datenanalysen können für 74 Prozent aller europäischen Unternehmen einen wirtschaftlichen Vorteil bedeuten. Schlechte Datenqualität hingegen kann das Wachstum vieler Unternehmen und Organisationen beeinträchtigen. 

    Wie eine aktuelle Studie von Xerox zeigt, erwartet eine grosse Mehrheit (74 Prozent), dass sich aus Big Data gezogenes Wissen innerhalb von zwölf Monaten nach Implementierung positiv auf ihren Return of Investment (ROI) auswirkt. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (56 Prozent) verzeichnet bereits Geschäftsvorteile durch Big Data. Im Auftrag von Xerox hat Forrester Consulting eine Umfrage unter 330 Geschäftsführern in fünf westeuropäischen Ländern durchgeführt. Die Studie offenbart, dass es meist schlechte Datenqualität und fehlende Kompetenz im Umgang mit Daten sind, die einem möglichen Geschäftswandel mit Hilfe von Big Data im Weg stehen.

    Die Studie beleuchtet den derzeitigen Stand von Big Data in heutigen Unternehmen anhand von drei wichtigen Trends:

    1) Big Data ist der Schlüssel zu vielen Entscheidungen im Jahr 2015: 61 Prozent der befragten Unternehmen sagen, dass Entscheidungen, die während des nächsten Jahres gefällt werden, eher auf datengetriebenem Wissen basieren werden als auf Faktoren wie Bauchgefühl, Meinung und Erfahrung.

    2) Ungenaue Daten können teuer werden: 70 Prozent der Organisationen haben es immer noch mit ungenauen Datensätzen in ihren Systemen zu tun. 46 Prozent sind der Meinung, dass diese zum Teil unbrauchbaren Datensätze ihr Geschäft negativ beeinflussen und dringend eine Überarbeitung benötigen.

    3) Datensicherheit und Datenschutz: 37 Prozent der Befragten gaben an, dass Datensicherheit und -schutz eine der grössten Herausforderungen beim Implementieren von Big Data-Strategien sind.

    Die Studie zeigt, dass nur 20 Prozent der Befragten eine hohe Kompetenz im Umgang mit Big Data an den Tag legen. Diese werden von Forrester „Datarati“ genannt. 31 Prozent hingegen bleiben klar hinter ihren Erwartungen zurück („Datennachzügler“). 49 Prozent stehen zwischen diesen zwei Gruppen und werden als „Datenentdecker“ definiert. Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen den Datarati und den Datennachzüglern in punkto Datenqualität. 38 Prozent der Datarati sagen, dass sie nie oder fast nie falsche oder ungenaue Informationen in ihren Daten finden, während dies bei den Datennachzüglern mit 19 Prozent nur etwa ein Fünftel sagt. 33 Prozent der Datarati vertrauen bei wichtigen Geschäftsentscheidungen komplett auf Big-Data-Analysen. Dies tun nur 17 Prozent der Datanachzügler.

    Die Ziele von Unternehmen bezüglich Big Data bleiben, trotz ungenauer Daten, weiterhin hoch. Im Grossen und Ganzen erwarten die Firmen, dass Big-Data-Lösungen ihr Business verändern werden. Diese Veränderung kann eine engere Zusammenarbeit mit Kunden bedeuten, wie 55 Prozent annehmen, eine Verbesserung des Teamworks hervorbringen (54 Prozent) und die Produktivität der Mitarbeiter besser unterstützen (54 Prozent).

    Über die Hälfte (55 Prozent) der Teilnehmer erklärt, dass die für wirklich gute Datenqualität benötigten Prozesse noch nicht weit genug sind. Zu diesem Zweck wollen 33 Prozent der Befragten in den nächsten zwei Jahren mehr Datenbeauftragte einstellen. 30 Prozent haben zudem vor, Data Governance-Entwickler sowie Wissenschaftler einzustellen, die sich ausschliesslich mit dem Thema Daten beschäftigen.

    Den Xerox-Report zur Studie können Sie hier herunterladen.

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