Der Swico ICT Index steigt auf 109.5 Punkte. Alle vier ICT-Segmente liegen wieder im Wachstumsbereich.
Nach dem Dämpfer im zweiten Quartal hellt sich die Stimmung in der Schweizer ICT-Branche wieder auf. Der Swico ICT Index legt um 3.3 Punkte auf 109.5 Punkte zu und liegt damit klar über der Wachstumsschwelle von 100 Punkten. Den stärksten Schub liefert IT-Technology. Das Segment steigt um 24.4 Punkte auf 122.1 Punkte und setzt sich deutlich an die Spitze. Die Unternehmen rechnen mit höheren Umsätzen, mehr Aufträgen und stärkerer Investitionstätigkeit. Auch IT-Services gewinnt an Boden und steigt auf 109.5 Punkte. Die Software-Branche verliert dagegen leicht an Tempo. Der Index sinkt um 3.1 Punkte auf 107.3 Punkte, bleibt aber im Wachstumsbereich. Swico sieht einen möglichen Grund in der schwer kalkulierbaren Wirkung von KI. Viele Anbieter investieren stark, doch direkte Umsätze lassen sich daraus offenbar nicht immer ableiten. Consulting bleibt mit 106.4 Punkten ebenfalls im Wachstumsbereich, schwächt sich aber leicht ab. Verzögerte Projektvergaben und vorsichtige Investitionsentscheide prägen das Umfeld. Consumer Electronics rutscht auf 100.7 Punkte und liegt nur noch knapp über der Wachstumsschwelle. Deutlich schlechter läuft es bei Imaging, Printing und Finishing: Der Index fällt auf 80.5 Punkte. Trotz besserer Stimmung bleibt der Druck hoch. Steigende Personal- und Betriebskosten, Preisdruck und harter Wettbewerb zwingen die Unternehmen stärker auf Effizienz und Profitabilität zu achten. Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen bei Swico: "Der erneute Anstieg des ICT-Index ist ein erfreuliches Signal. Die Branche zeigt sich widerstandsfähig und findet nach dem schwächeren zweiten Quartal wieder zu mehr Zuversicht zurück" Der Swico ICT Index misst quartalsweise die Stimmung in der Schweizer Digitalisierungsbranche. Werte über 100 Punkten stehen für Wachstum, Werte darunter für eine negative Entwicklung. Die Befragung für das dritte Quartal 2026 wurde zwischen April und Juni durchgeführt. (aso)