Gratisversand wird zur Ausnahme

Bild: Pixabay/StockSnap

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Bei Schweizer Onlineshops ist kostenloser Versand längst nicht mehr selbstverständlich. Dafür wird schneller geliefert.

Carpathia, ein Schweizer E-Commerce-Beratungsunternehmen, hat die Versandbedingungen von 49 grossen B2C-Shops untersucht. Nur sechs liefern noch ohne Mindestbestellwert gratis. Das entspricht 12,2 Prozent. Viel häufiger gibt es kostenlosen Versand erst ab einer bestimmten Bestellsumme. 32 Shops arbeiten mit solchen Schwellen, bei elf fallen grundsätzlich Versandkosten an. Für die günstigste reguläre Zustellung werden im Schnitt 6.45 Franken verrechnet. Beim Liefertempo hat sich der Markt deutlich gedreht. Inzwischen liefern 24 der untersuchten Shops auf Wunsch bereits am nächsten Tag, 2023 waren es erst elf. Bei 15 Anbietern ist der schnelle Versand Teil des Standardangebots, neun verlangen dafür einen Aufpreis. Gefragt ist zudem mehr Kontrolle über die Zustellung. Sendungsverfolgung, Vorankündigungen und digitale Änderungsmöglichkeiten gehören für viele Kunden inzwischen zum erwarteten Service. Gratisversand zieht also weniger als früher. Wer im Onlinehandel punkten will, muss heute vor allem schnell, transparent und verlässlich liefern. (aso)

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