Digitalisierung belastet Umwelt stark

Bild: 123rf/it business

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Eine nationale Studie zeigt: Der Digitalsektor verbraucht 12 Prozent des Stroms, verursacht 2 Prozent der Emissionen und wächst durch KI und Rechenzentren weiter.

Eine erstmals in der Schweiz durchgeführte Studie von Resilio, EPFL, Unil, IMD und weiteren Partnern liefert belastbare Zahlen zum ökologischen Fussabdruck digitaler Technologien. Der Digitalsektor verbraucht 12 Prozent des gesamten Stroms des Landes – rund 6,9 Terawattstunden, so viel wie 1,4 Millionen Haushalte. 99 Prozent der Bevölkerung sind online und verbringen im Schnitt über fünf Stunden täglich im Netz. Der Sektor verursacht zudem 2 Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen, was 40 Prozent des Fussabdrucks des Schweizer Luftverkehrs entspricht. 2024 entfielen 66 Prozent der Belastung auf Endgeräte, doch bis 2035 dürften Rechenzentren mit 56 Prozent den grössten Anteil ausmachen. Zusätzlich stellen sich Fragen zur Recyclingfähigkeit von Geräten und zur Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen und Infrastrukturen im Ausland. Besonders ins Gewicht fällt der Wettlauf um künstliche Intelligenz und Rechenzentren. Die Schweiz investiert massiv in Strom, Wasser und Flächen, wodurch der ökologische Fussabdruck weiter zunimmt. Neue Anwendungen wie generative KI und virtuelle Realität werden diese Entwicklung zusätzlich beschleunigen. Die Analyse basiert auf der Methode der Lebenszyklusanalyse (LCA) und bezieht alle Geräte und Infrastrukturen ein, die 2024 in der Schweiz genutzt wurden. Ergänzt wurde sie durch Projektionen bis 2035. Die Studie empfiehlt Massnahmen für alle Akteure: mehr Recycling von Elektroschrott, BYOD-Strategien für Unternehmen sowie eine längere Nutzung und Reparatur von Geräten durch Konsumenten. Das Whitepaper zur Studie steht online unter www.sustainableit.ch zum Download bereit. (aso)

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