Twint: Das Wichtigste zur Bezahl-App

26. November 2015
Twint: Das Wichtigste zur Bezahl-App Foto: Twint

    Nach Bargeld und Kreditkarte gibt es mit der Smartphone-App Twint ein weiteres Zahlungsmittel. Comparis.ch hat die Schweizer Bezahl-App genauer unter die Lupe genommen und erklärt, wie und wo sie funktioniert. 

    Das grüne Twint-Licht an der Coop-Kasse fällt auf. Doch was hat es damit auf sich? Twint und Coop machen so darauf aufmerksam, dass Konsumenten ab sofort mit Twint bezahlen können. Twint ist eine App von Postfinance, mit der man in Geschäften und Restaurants bezahlen kann. Die App gibt es für das iPhone und Android-Geräte und funktioniert auf Prepaid-Basis. Das heisst: Zuerst einzahlen, dann ausgeben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Geld auf die App zu laden: Ein Guthaben-Code im Coop kaufen, einen Betrag überweisen oder das Bankkonto direkt belasten.

    Bluetooth-Technologie
    Twint nutzt Bluetooth. Das heisst: Für Twint muss Bluetooh am Handy eingeschaltet sein. Während Smartphones und Handys diesen Standard bereits seit vielen Jahren unterstützen, ist Bluetooth an den Kassen nicht verbreitet. Deshalb müssen Händler zuerst entsprechende Lesegeräte installieren. Solche wie die grün leuchtenden Geräte von Coop. Konsumenten sollten Bluetooth aus Sicherheitsgründen übrigens ausgeschaltet lassen und nur jeweils für das Bezahlen kurz einschalten.

    Auch für Online-Käufe
    Der grosse Nachteil ist, dass Twint erst in wenigen Geschäften und Restaurants eingesetzt werden kann. Derzeit sind es schweizweit 582, vorwiegend Coop-Filialen. Damit ist Twint noch keine Konkurrenz zu anderen Zahlungsmitteln wie Bargeld, Debit- und Kreditkarten. Neben Geschäften und Restaurants akzeptieren auch einige Online-Shops Twint als Bezahlungsart. Dazu muss der Nutzer einfach Twint im Online-Shop als Zahlungsmittel auswählen, den Bildschirm fotografieren oder den Code abtippen und anschliessend die Zahlung in der App bestätigen. Neben der Tatsache, dass es noch wenige Orte gibt, wo Twint als Zahlungsmittel akzeptiert ist, liegt ein weiterer Nachteil im Mangel entsprechender Schulungen. Bei einem unserer Testkäufe war der jeweilige Mitarbeiter an der Coop-Kasse überfordert und musste zuerst nachfragen.

    Viele weitere Mobile-Payment-Apps angekündigt
    Regelmässig werden für die Schweiz Mobile-Payment-Apps angekündigt. Den Beginn machte im Sommer 2014 «Tapit» von Swisscom. Inzwischen hat der Telekom-Konzern bekannt gegeben, dass «Tapit» nicht mehr weiterverfolgt wird. Die SIX-Gruppe lancierte in Zusammenarbeit mit Banken wie der UBS und ZKB «Paymit». Doch mit «Paymit» kann man derzeit noch nicht in Geschäften bezahlen. Vor Kurzem ist zudem «Swiss Wallet» gestartet. Allerdings ist die Bezahlung mit «Swiss Wallet» im Moment nur bei einigen Online-Shops möglich.

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