IBM startet Beratungseinheit für Watson

Virginia Rometty, CEO von IBM auf dem Gartner Symposium in Orlando Virginia Rometty, CEO von IBM auf dem Gartner Symposium in Orlando Foto: IBM

    Um die Leistungsfähigkeit seiner kognitiven Computersysteme rund um Watson zu nutzen, will IBM eine neue Geschäftssparte gründen: IBM Cognitive Business Solutions soll Watson-Lösungen in die Unternehmen bringen.

    Cognitive Computing beschreibt einen vollkommen neuen Ansatz der IT, der von Analytics, natürlicher Sprachverarbeitung und  neuronalen Netzwerken bis hin zu traditionellem Maschine Learning reicht. Für IBM bedeutet Cognitive Computing eine neue Ära im Einsatz und der Funktionsweise von Computersystemen. Nun hat IBM eine neue Beratungsorganisation gegründet, deren Ziel es ist, Kunden beim Umbau ihres Unternehmens in ein kognitives –lernendes – Business zu unterstützen. IBM Cognitive Business Solutions nutzt hierfür IBM Watson Technologie sowie IBM Business Analytics-Lösungen. In der neuen Practice werden rund 2.000 Analytics-Experten, Data Scientists sowie Industrie- und Change-Management-Spezialisten tätig sein. Das Marktpotenzial ist enorm: IDC geht davon aus, dass bis 2018 die Hälfte aller Verbraucher regelmässig mit Services in Berührung kommen wird, die mit Cognitive-Computing-Lösungen arbeiten.
     
    IBM läutet mit dieser strategischen Initiative eine neue Ära ein: Nach der Markteinführung von „E-Business“ Ende der 1990er Jahre und „Smarter Planet“  Ende der 2010er Jahre folgt nun „Cognitive Business“ – der nächste Schritt in der Digitalisierung von Unternehmen. IBM Watson und IBM Analytics liefern die technologischen Fundamente dafür.

    „Unsere Zusammenarbeit mit Kunden aus vielen Branchen zeigt uns, dass Cognitive Computing für viele Unternehmen der nächste logische Schritt ist, um ihr Geschäft  weiterzuentwickeln“, sagt Bridget van Kralingen, verantwortlich für das IBM Beratungsgeschäft weltweit. „Denn in den Unternehmen werden zwar immer mehr Daten gesammelt und ausgewertet, aber 80 Prozent aller verfügbaren Daten – Bilder, Sprache, chemische Formeln oder Literatur – sind mit herkömmlichen IT-Systemen nicht zu erreichen. Mit unserem Cognitive Computing Ansatz schliessen wir diese Lücke.“

    IBM ist dafür bestens gerüstet: Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren sehr viel Erfahrung in weltweit über 50.000 Analytics-Projekten gesammelt und kann auf die Expertise des weltweit grössten Data-Science-Teams sowie Tausender Wissenschaftler in ihren Forschungseinrichtungen rund um den Globus zurückgreifen. Hinzu kommen eigenständige Units, die sich auf die Entwicklung von Lösungen rund um Watson Technologie und Analytics spezialisiert haben sowie über 30.000 Professionals in der industriespezifischen Beratung. Wie kein anderes Unternehmen hat IBM in den vergangenen Jahren in das Thema kognitive Computing investiert: Bis heute sind rund eine Milliarde Dollar in die Entwicklung von Watson Technologien geflossen, die mittlerweile in vielen verschieden Branchen, insbesondere im Gesundheitssektor, bei Banken und Versicherungen sowie im Handel eingesetzt werden. IBM wird darüber hinaus noch in diesem Jahr weitere 25.000 Mitarbeiter im Umgang mit kognitiven Systemen schulen.

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