30 Prozent Fachkräftemangel könnten vermieden werden

Markus Skergeth, Gründer und Geschäftsführer von Skilltree.
Bild: Blueroots Technology GmbH

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Die Konzepte sind vielfältig: mehr Homeoffice, mehr Freiheit, bessere Work-Life-Balance, gesponserte Umzüge oder ein Gratis-E-Bike. So wollen Firmen Fachkräfte anwerben, um den dringenden Bedarf zu decken.

Markus Skergeth, Gründer und Geschäftsführer von Skilltree, sieht darin ein Problem: „Bei den aktuellen Massnahmen werden die internen Ressourcen in Unternehmen schlicht übersehen. Besondere Fähigkeiten können kaum entfaltet werden – sind sogar oft nicht einmal beim Arbeitgeber bekannt. Nach unseren Berechnungen können mindestens 30 Prozent des Fachkräftemangels vermieden werden“, so der Software-Entwickler. Sein Team und er bringen Mitarbeiter und Arbeitgeber auf einer Softwareplattform zusammen – einer Art „Facebook für Kompetenzen“ ohne den Bedarf an Selbstdarstellung, wie es sonst einem sozialen Netzwerk zu eigen ist. Skilltree ist eine Skill Management Software – Mitarbeiter pflegen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten gemeinsam mit dem Unternehmen, und im Bedarfsfall – also bei der Zusammenstellung von Teams oder der Verteilung von Aufgaben – kann gezielt nach Bedarf gesucht werden.

Mitarbeiter sind mehr als ein Lebenslauf

„In Unternehmen ist immer noch häufig eine sehr positionsbezogene und damit einseitig orientierte Sichtweise zu finden. Kenntnisse aus dem Privatleben, aufgrund besonderer Interessen oder früherer Aufgaben und Berufe – versteckte Skills wie Fremdsprachen, besondere persönliche Schwerpunkte in der Softwareprogrammierung und vieles mehr – kommen dabei kaum zur Geltung. Manchmal kennen Kollegen diese Interessen – aber selten nur die Vorgesetzten“, so Skergeth weiter. Mitarbeiter sind mehr als ein Lebenslauf – sie sind die Stütze des Unternehmens. Statt also enorme Ressourcen in das Headhunting zu investieren, können Unternehmen zunächst die Fähigkeiten im eigenen Haus erfassen. Die gesteigerte Wahrnehmung sorgt dabei auch für mehr Zufriedenheit bei den Mitarbeitern – denn bei Skilltree steht der Mitarbeiter im Vordergrund, auch in der aktiven Pflege seines Kompetenzprofils. Hinzu kommt die Möglichkeit zu internen Fortbildungen, die ohne kostenintensiven Einsatz von externen Beratern oder Ausbildern zu bewerkstelligen sind. „Bestehende Mitarbeiter sind ein wertvolles Gut und verlassen oft das Unternehmen, weil sie sich nicht ganzheitlich wahrgenommen fühlen. Dieser Effekt kann durch effizientes Skill Management minimiert werden, und andere Mitarbeiter können konkret von den geteilten Kenntnissen einzelner Kollegen profitieren oder auch eigene Fortbildungswünsche über Skilltree teilen“, erklärt Skergeth.

Kompetenz- und Karrieremanagement

Bestehende Softwarelösungen zum Skill Management bauen auf ein nicht mehr zeitgemässes Modell des Kompetenzmanagements auf und stellen die HR-Abteilung in die Verantwortung der Pflege. „Wir gehen bewusst einen umgekehrten Weg und setzen den Mitarbeitenden ins Zentrum, der seinen eigenen Kompetenz-Account verwaltet und dabei auch seine persönliche Weiterentwicklung im Unternehmen planen kann“, sagt Skergeth. Damit sind die Daten aktueller und werden motivierter gepflegt – Skill Management wird zum integralen Bestandteil der Unternehmenskultur. Hinzu kommt die einzigartige Bedienbarkeit von Skilltree, die hauptsächlich per Drag’n’Drop arbeitet. Excel-Dateien und andere komplizierte und veraltete Verwaltungslösungen sind damit überflüssig, während der Mangel an Fachkräften effizient entzerrt wird und Mitarbeiter motiviert werden, sich aktiv mit allen Kompetenzen einzubringen.

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