VPN-Boom flacht ab

Bild: Unsplash/Nasa

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Die globalen VPN-Downloads haben 2022 ihren Höhepunkt erreicht und gehen seither zurück, mit regionalen Ausnahmen in Europa und im Nahen Osten.

Ein aktueller Report von Cybernews zeigt, dass die Downloads nach dem Rekordwert von 487 Millionen im Jahr 2022 rückläufig sind. Nach dem Einbruch 2023 folgte 2024 eine kurze Erholung, bevor die Zahlen 2025 erneut auf rund 412 Millionen sanken. Die Analyse basiert auf den 50 meistgenutzten VPN-Apps aus Google Play und Apple App Store in 126 Ländern und setzt diese ins Verhältnis zur Bevölkerung. Besonders hoch ist die Nutzung in Staaten des Persischen Golfs. Die Vereinigten Arabischen Emirate führen mit 85.5 Prozent, gefolgt von Katar und Oman. Treiber sind vor allem staatliche Einschränkungen und blockierte Kommunikationsdienste. Europa entwickelt sich gegen den Trend. Während die Nutzung in vielen Regionen stagniert oder sinkt, steigt sie in mehreren europäischen Ländern weiter. Grossbritannien, die Niederlande und Frankreich gehören zu den Top 10 weltweit, Frankreich mit dem stärksten Aufstieg unter den G7. Innerhalb der G7 zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Grossbritannien und Frankreich liegen vorne, während Italien und Japan deutlich zurückbleiben. Die USA rangieren trotz hoher Downloadzahlen nur im Mittelfeld und verzeichnen ebenfalls Rückgänge. Die stärksten Einbrüche treten in politisch oder regulatorisch instabilen Ländern auf, darunter Myanmar, Nauru und Russland mit deutlichen Rückgängen innerhalb eines Jahres. Am unteren Ende stehen vor allem afrikanische Länder, in denen die Nutzung teils unter einem Prozent liegt, während China mit 0.02 Prozent das Schlusslicht bildet, wobei die tatsächliche Nutzung aufgrund eingeschränkter Datenbasis höher sein dürfte. Insgesamt zeigt sich ein klarer Trend: Nach dem Höhepunkt flacht die globale Nachfrage ab, während sie in einzelnen Regionen durch politische Rahmenbedingungen weiter angetrieben wird. (aso)

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