Staatshacker setzen KI-Agenten ein

Bild: KI-generiert/it business

Security
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KI rückt tiefer in staatlich gesteuerte Cyberangriffe. Laut TrendAI übernehmen Agenten bereits einzelne Angriffsschritte.

Der APT-Lagebericht für das erste Halbjahr 2026 zeigt, wie schnell sich staatlich gestützte Cyberangriffe verändern. KI taucht nicht mehr nur bei Phishing oder Textbausteinen auf. Sie rückt tiefer in die Angriffskette. TrendAI, der Enterprise-Cybersecurity-Bereich von Trend Micro, beschreibt mehrere Fälle aus den ersten sechs Monaten des Jahres. China-nahe Akteure sollen generative KI genutzt haben, um Exploits zu verfeinern und Malware schrittweise weiterzuentwickeln. In einem Fall übernahm ein KI-Agent laut Bericht selbstständig Aufklärung und Lateral Movement in einem Zielnetzwerk. Auch andere staatlich verbundene Angreifer blieben aktiv. Pawn Storm, Russland zugerechnet, nutzte eine Zero-Day-Lücke in Microsoft Office und griff weiter Ziele in der Ukraine und bei deren Partnern an. Eine Gruppe mit Verbindung zu Nordkorea band kommerzielle KI-Tools in ihre Operationen ein und kompromittierte ein verbreitetes Softwarepaket, um Entwickler zu erreichen. Akteure aus dem iranischen Umfeld reagierten besonders schnell auf neue Schwachstellen. Earth Vetala suchte wenige Tage nach Bekanntwerden gezielt nach einer Ivanti-Lücke. Andere Angreifer griffen aus dem Internet erreichbare OT-Systeme an und manipulierten Füllstandsanzeigen von Kraftstofftanks in den USA. Der Bericht nennt weitere Verschiebungen. Angreifer verstecken ihre Command-and-Control-Infrastruktur zunehmend auf Cloud-Plattformen, in Developer-Tunneling-Diensten, auf Blockchains oder Paste-Services. Dazu kommen Malware-as-a-Service und gemeinsam genutzte Toolkits. Das macht die Zuordnung einzelner Angriffe schwieriger. Robert McArdle, Director of Cybercrime Research bei TrendAI, sieht darin einen klaren Bruch. KI sei bei Angreifern nicht mehr nur ein Hilfsmittel, sondern werde in Operationen eingebunden. Verteidiger müssten damit rechnen, dass nicht immer ein Mensch einzelne Befehle eintippe. In bestimmten Angriffsschritten könne auch ein System selbstständig Ziele suchen, Wege prüfen und den nächsten Schritt ausführen. (lfa)

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