Warnung vor Flugticket-Betrug auf WhatsApp

22. November 2016
Warnung vor Flugticket-Betrug auf WhatsApp Foto: Eset/Shutterstock

    IT-Sicherheitsfirma Eset verzeichnet einen Anstieg von betrügerischen WhatsApp-Nachrichten: Derzeit erhalten viele Nutzer Nachrichten, die kostenlose Flugtickets der Emirates Airline versprechen. Darin werden sie aufgefordert, eine Webseite zu besuchen, die den Anschein der offiziellen Emirates-Seite erweckt. Die Fluggesellschaft steht jedoch in keiner Verbindung zu der Seite.

    Sobald der Nutzer auf den Link in der Nachricht klickt, wird er zu einer Umfrage geleitet und dazu aufgefordert teilzunehmen, um Tickets zu gewinnen. Ausserdem soll die WhatsApp-Nachricht mit Link zur Umfrage an mindestens zehn Kontakte geschickt werden. So verbreiten die Nutzer den betrügerischen Inhalt selbst an ihre Kontakte weiter.

    Bei dem Betrug handelt es sich um eine Abo-Falle: Im Kleingedruckten der Umfrage wird bereits darauf hingewiesen, dass damit ein kostenpflichtiges Angebot von Dritten angenommen wird. Anschliessend wird der Nutzer aufgefordert, mit seiner Telefonnummer einen Premium-Nachrichten-Dienst zu abonnieren. Die Leistung erscheint bis zum Ende des Monats auf der Telefonrechnung. Wenn der User alle Schritte befolgt hat, setzt die Ernüchterung ein: Eine kurze Meldung klärt darüber auf, nichts gewonnen zu haben.
     
    Der Fall erinnert an den „Burger King Scam“, bei dem Nutzer ebenfalls Nachrichten per WhatsApp erhielten. Auch hier wurden sie auf eine Umfrage weitergeleitet, die den Eindruck vermittelte, von der Fast-Food-Kette erstellt worden zu sein.
     
    Vorsicht bei zweifelhaften Angeboten
    Der beste Schutz gegen diese Art von Betrug ist es, bei dubiosen Angeboten oder Rabatten Vorsicht walten zu lassen. E-Mails, Nachrichten aus sozialen Netzwerken oder SMS mit unrealistischen Rabatten sollten nicht weiter beachtet und als Spam markiert werden. Da die Nutzer im konkreten Fall selbst den Scam via WhatsApp verbreiten, sollten derartige Nachrichten auch von sonst vertrauenswürdigen Kontakten nicht ernst genommen werden.
     
    Wer bereits betroffen ist, sollte alle Anwendungen, die in diesem Zuge installiert wurden, sofort deinstallieren. Ausserdem können sich Nutzer bei ihren Mobilfunkanbietern über etwaige abgeschlossene Premium-SMS-Dienste informieren.

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