Mehr als eine Million kompromittierte Online-Banking-Konten und steigende Infostealer zeigen, wie stark Finanzdaten ins Visier geraten.
Daten von Kaspersky zufolge hat sich der Diebstahl sensibler Zugangsdaten weiter ausgeweitet. Ein grosser Teil der gestohlenen Zahlungskarten bleibt zudem weiterhin gültig, was den Missbrauch zusätzlich erleichtert. Auffällig ist, wie sich Angriffe organisieren. Gestohlene Daten werden gesammelt, aufbereitet und weiterverkauft, während gleichzeitig fertige Phishing-Werkzeuge im Umlauf sind, die Angriffe auch für weniger erfahrene Täter zugänglich machen. Phishing bleibt dabei ein zentraler Einstiegspunkt. Besonders häufig sind gefälschte Online-Shops, deren Anteil deutlich zugenommen hat. Angriffe, die sich als Banken oder Zahlungssysteme ausgeben, entwickeln sich dagegen uneinheitlich. Regional zeigen sich klare Unterschiede. Im Nahen Osten konzentrieren sich Angriffe stark auf den E-Commerce, während in Afrika Bankdienste im Fokus stehen. In Europa und im asiatisch-pazifischen Raum verteilen sich die Aktivitäten breiter. Die Analyse macht deutlich, dass Datendiebstahl und Betrug zunehmend ineinandergreifen und sich Angriffe flexibel an Märkte und Nutzerverhalten anpassen. (aso)