Rund 250 Fachleute trafen sich Anfang Februar in St. Gallen, um über Internetsicherheit, Verantwortung und digitale Souveränität zu diskutieren.
Am 4. und 5. Februar 2026 wurde St. Gallen zum Treffpunkt der Domain Community aus dem deutschsprachigen Raum. Die Fachtagung Domain pulse brachte Fachpersonen aus Technik, Verwaltung und Internet Governance zusammen. Gastgeberin war diesmal Switch, die für die Domain Endungen .ch und .li zuständig ist. Im Zentrum stand eine einfache, aber zentrale Frage: Wie bleibt das Internet sicher und stabil, wenn Bedrohungen zunehmen und Abhängigkeiten wachsen. In Vorträgen und Diskussionen ging es um die Rolle von Registrierungsstellen, um internationale Zusammenarbeit und um den Schutz kritischer digitaler Infrastrukturen. Ein Schwerpunkt lag auf Cyberbedrohungen. Sicherheitsteams wie Switch CERT zeigten, wie Angriffe, Betrugswellen oder Schadsoftware durch Analyse von Datenmustern früh erkannt und eingedämmt werden können. Auch das Thema digitale Souveränität spielte eine wichtige Rolle, etwa mit Blick auf unabhängige DNS Angebote, die Datenschutz und Kontrolle stärken sollen. Deutlich wurde zudem, dass Technik allein nicht ausreicht. Immer häufiger zielen Angriffe auf Menschen statt auf Systeme. Social Engineering und Betrugsmethoden wurden deshalb ebenso thematisiert wie Sensibilisierung und Ausbildung. Ein interaktives Quiz machte sichtbar, wie leicht Manipulation im Alltag übersehen wird. Die Konferenz Domain pulse wird jährlich von den Registrierungsstellen der Länderdomains aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein organisiert. 2027 findet sie am Wolfgangsee bei Salzburg statt. (pdm)