Cyberangriffe auf Bund: Drei Verdächtige identifiziert

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Die Bundesanwaltschaft hat nach Angriffen auf Bundeswebseiten drei mutmassliche Täter identifiziert und international zur Festnahme ausgeschrieben.

Im Juni 2023 wurden Webseiten mehrerer Bundesbehörden Ziel koordinierter Angriffe. Hinter den Attacken stand die prorussische Gruppe NoName057(16), die sich öffentlich dazu bekannte. Nun hat die Bundesanwaltschaft drei mutmassliche Mitglieder identifiziert und ein Verfahren gegen sie eröffnet. Die Ermittlungen wurden von Europol koordiniert und durch fedpol sowie das Bundesamt für Cybersicherheit unterstützt. Insgesamt wurden über 200 betroffene Schweizer Webseiten festgestellt, darunter Auftritte von Bundesstellen, Kantonen und kritischer Infrastruktur. Die Strafverfolgung wurde kurz nach den ersten Angriffen eingeleitet, unter anderem wegen Datenbeschädigung und Nötigung. Die DDoS-Attacken fielen mit verschiedenen Ereignissen zusammen: etwa der Rede von Wolodimir Selenski vor dem Parlament, Besuchen in der Ukraine, dem WEF oder dem Eurovision Song Contest. NoName057(16) richtet sich gezielt gegen Länder, die aus Sicht der Gruppe eine pro-ukrainische Haltung vertreten. Die Aktivisten nutzen öffentliche Plattformen zur Koordination ihrer Angriffe. Ein internationaler Einsatztag führte zu Polizeiaktionen, Hausdurchsuchungen und Sicherstellungen in mehreren Staaten. In der Schweiz wurden bislang keine involvierten Geräte oder Personen festgestellt. Bis zur Festnahme der drei identifizierten Personen ruht das Verfahren. Der Fall gilt als Beispiel für erfolgreiche internationale Ermittlungen gegen organisierte Cyberangriffe. (aso)

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