Der Innosuisse-Antrag ist gescheitert, doch das Netzwerk SDS treibt den Aufbau eines Zentrums weiter voran und startet nun konkret mit ersten Schritten.
Der Förderantrag für ein Schweizer Zentrum für digitale Souveränität wurde abgelehnt. Das Netzwerk SDS zieht das Vorhaben dennoch durch und startet mit konkreten Arbeitsgruppen. Ab Mai beginnen vier Workstreams zu Open Source, Opendesk, Swiss Open Cloud Stack und Open Source AI. Im Kern geht es darum, Zusammenarbeit zwischen Behörden und IT-Anbietern greifbar zu machen und gemeinsame Projekte tatsächlich umzusetzen. Das Netzwerk wächst parallel weiter. 191 Organisationen beteiligen sich inzwischen, darunter Behörden, Unternehmen und Verbände. Das zeigt, dass das Thema in der Praxis angekommen ist und nicht nur politisch diskutiert wird. Im Hintergrund steht die Frage, wie sich Abhängigkeiten von internationalen Tech-Anbietern reduzieren lassen. Gleichzeitig geht es darum, eigene digitale Infrastrukturen aufzubauen und diese langfristig tragfähig zu betreiben, eine Entwicklung, die auch in anderen europäischen Ländern zu beobachten ist. Politisch gewinnt das Thema ebenfalls an Dynamik: Neue Vorstösse und Strategien zeigen, dass digitale Souveränität in der Schweiz zunehmend ernst genommen wird. (aso)