Der italienische Cloud-Provider WIIT legt starke Neunmonatszahlen vor und kündigt zusätzliche Investitionen in Rechenzentren für KI-Workloads in Deutschland an.
Der italienische Cloud-Provider WIIT wächst weiter. In den ersten neun Monaten 2025 erzielte das Unternehmen einen bereinigten Umsatz von 125,7 Millionen Euro, ein Plus von 9,2 Prozent. Die wiederkehrenden Umsätze lagen bei 102,3 Millionen Euro und machten rund 89 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Das bereinigte Ebitda stieg auf 50,9 Millionen Euro, die Marge erreichte 40,5 Prozent. Auch EBIT und Nettoergebnis legten zweistellig zu. In Deutschland kam WIIT auf 67,3 Millionen Euro Umsatz, in der Schweiz auf 15,2 Millionen Euro. Beide Märkte profitierten von der Integration der übernommenen Anbieter Cloud & Edge, Econis und Michgehl & Partner, die das Portfolio erweitern und zusätzliche Synergien bringen. Parallel bereitet WIIT weitere Investitionen vor. In Deutschland sollen Rechenzentren ausgebaut werden, um steigende Anforderungen im KI-Umfeld zu bedienen. Hintergrund ist die wachsende Nachfrage nach sicheren, dedizierten Infrastrukturen für rechenintensive Anwendungen und hybride Architekturen. CEO Alessandro Cozzi sieht das Unternehmen klar auf Kurs. Er betont, dass Bookings in Deutschland per Ende September bereits 30 Prozent über dem gesamten Vorjahreswert lagen und im Schlussquartal zusätzliche Dynamik erwartet wird. Auch die jüngste Anleiheemission übertraf laut Cozzi die Planung und schafft finanziellen Spielraum für weitere Infrastruktur- und Wachstumsprojekte. Christoph Herrnkind, CEO der WIIT in Deutschland, verweist auf die starke Nachfrage nach hochverfügbaren Cloud-Services und die erfolgreiche Integration der übernommenen Firmen. Er sieht WIIT gut positioniert, insbesondere beim Aufbau von KI-fähigen Plattformen und Services. (lfa)