Swisscom verlagert IT Arbeiten ins Ausland

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Swisscom will Teile der IT Entwicklung nach Rotterdam und Riga verlagern, um Kosten zu sparen. In der Schweiz wächst die Sorge um Hunderte Arbeitsplätze.

Der Telekomkonzern Swisscom baut seine Entwicklungszentren in den Niederlanden und in Lettland aus. In Rotterdam und Riga sollen die IT Teams in den kommenden Jahren deutlich wachsen. Nach Angaben einer Sprecherin werden dafür Aufgaben aus der Schweiz verlagert. Offiziell spricht das Unternehmen von Kostenoptimierung und verweist darauf, dass die Verschiebung über natürliche Fluktuation gesteuert werde. Laut CH Media soll die Zahl der Mitarbeitenden in Rotterdam und Riga von heute rund 600 bis 800 auf 1000 bis 1400 steigen. Damit wird der Ausbau im Ausland spürbar, während in der Schweiz hunderte Stellen in der IT Entwicklung unter Druck geraten könnten. Für Mitarbeitende in der Schweiz ist die Ankündigung heikel. Schon seit dem Frühjahr äusserten Beschäftigte Bedenken über die Zukunft ihrer Jobs. Besonders erfahrene Fachkräfte über 50 Jahre fürchten, dass ihre Stellen mittelfristig verloren gehen. Dass der Standortwechsel auch finanzielle Gründe hat, zeigt ein Blick auf die Löhne. In Rotterdam verdient ein Senior DevOps Engineer laut Ausschreibungen zwischen 65 000 und 75 000 Franken pro Jahr. In der Schweiz liegt das Gehalt für vergleichbare Positionen bei bis zu 140 000 Franken. Im DevOps Center Rotterdam arbeiten bereits mehr als 400 Personen an über 1 000 Anwendungen. Auch in Riga werden derzeit neue Fachkräfte gesucht. Damit wächst die Zahl der Beschäftigten im Ausland, während in der Schweiz die Unsicherheit zunimmt. (aso)

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