Swisscom verdient im ersten Halbjahr mehr, obwohl der Umsatz leicht sinkt. Der Ausblick für 2026 bleibt unverändert.
Swisscom kommt mit einem soliden Halbjahr durch ein anspruchsvolles Umfeld. Der Gruppenumsatz sank um 3,0 Prozent auf 7,22 Milliarden Franken. Gleichzeitig stieg der EBITDA nach Leasingaufwand um 3,3 Prozent auf 2,56 Milliarden Franken. Der Reingewinn legte um 6,9 Prozent auf 668 Millionen Franken zu. In der Schweiz bleibt das klassische Telekomgeschäft unter Druck. Auch die IT-Services für Geschäftskunden lagen unter Vorjahr. Swisscom konnte einen Teil davon mit Effizienzsteigerungen auffangen. Beim Netzausbau meldet das Unternehmen Fortschritte: Ende Juni waren rund 58 Prozent der Haushalte und Geschäfte mit Glasfaser erschlossen, 5G+ erreichte 90 Prozent der Bevölkerung. Mehr Dynamik kommt aus Italien. Die Integration von Vodafone Italia läuft laut Swisscom nach Plan. Fastweb + Vodafone erzielte im ersten Halbjahr Synergien von 166 Millionen Euro und liegt damit auf Kurs zum Jahresziel von über 300 Millionen Euro. Auch in der Führung stellt sich Swisscom neu auf. Per 1. Januar 2027 übernimmt Dirk Wierzbitzki die Leitung von Swisscom Schweiz, Rolf Stettler wird Finanzchef des Schweizer Geschäfts. Christoph Aeschlimann bleibt Group CEO und soll sich stärker auf Strategie, Transformation und die Weiterentwicklung der Gruppe konzentrieren. Für 2026 hält Swisscom am Ausblick fest. Erwartet werden 14,7 bis 14,9 Milliarden Franken Umsatz, ein EBITDAaL von 5,0 bis 5,1 Milliarden Franken und rund 2,0 Milliarden Franken Operating Free Cash Flow. Bei Zielerreichung soll die Dividende von 26 auf 27 Franken je Aktie steigen. (aso)