Ricoh Schweiz wächst und verlagert einen grösseren Teil seines Geschäfts auf Cloud, Cybersecurity, Prozessautomatisierung und AI.
Beim Lake InnovationDay 2026 in Schlieren kamen Kunden, Partner, Branchenexperten und Medien zusammen. Ricoh Schweiz und die Tochterfirma Lake nutzten den Anlass auch für ihr jährliches Pressegespräch und legten aktuelle Geschäftszahlen sowie technische Schwerpunkte vor. Von April bis Juli 2026 stieg der Umsatz in der Schweiz um 8,7 Prozent, während Workplace Experience im Geschäftsjahr 2025 um 14,5 Prozent zulegte und Office Services inzwischen 40 Prozent des Schweizer Geschäfts ausmachen. Bei Lake lagen die wiederkehrenden Umsätze bis August 2026 um 12,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Technisch konzentriert sich die Tochter auf AI-Infrastruktur, Cloud und Security. Dazu gehören unter anderem eine eigene AI-Plattform, Schwachstellenanalysen, ein 24-Stunden-SOC, Incident Response und Security Assessments für Microsoft 365. Neu ist die Docuware Swiss Cloud, die die Dokumentenmanagement-Plattform mit der Schweizer Cloud-Infrastruktur von Lake verbindet. Die Daten bleiben in Rechenzentren in der Schweiz, ergänzt wird die Plattform durch Cloud-Archivierung, automatisierte Workflows und einen AI-Assistenten. Daniel Tschudi, CEO Ricoh ALPS, fasst die Richtung so zusammen: «Die Zukunft der Arbeit entsteht dort, wo Menschen, Technologie und künstliche Intelligenz sinnvoll zusammenwirken. Unser Ziel ist es, Unternehmen auf diesem Weg mit konkreten Lösungen und messbarem Mehrwert zu begleiten.» Ricoh verschiebt damit weitere Teile des Geschäfts in Richtung IT-Services, während Print ein wichtiger Bereich bleibt. Im Schweizer High-End-Bogendruck erreicht die Pro C9500 laut Unternehmensangaben 66,7 Prozent Marktanteil, die Pro C7500 kommt im Mid-Range-Segment auf 40 Prozent. Auch global legte Ricoh zu: Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz um 3,2 Prozent auf 13,1 Milliarden Franken, während der operative Gewinn um 42,1 Prozent auf 456,6 Millionen Franken kletterte. (aso)