Immer mehr Technologien und Anbieter machen das IT-Geschäft nicht automatisch einfacher. Also sieht darin inzwischen ein echtes Wachstumshemmnis für Partner.
Der Technologieanbieter Also beobachtet vor allem bei KI, Cloud, Cybersecurity und Infrastruktur eine immer stärkere Verzahnung. Für viele Projekte müssen heute mehrere Plattformen, Herstellerprogramme, Geschäftsmodelle und technische Bausteine zusammengebracht werden.Mark Appleton, Group Lead Vendor Ecosystem Development bei Also, bringt es auf den Punkt: «Das IT-Ökosystem ist unglaublich leistungsfähig geworden, aber auch unglaublich komplex.» Für Reseller und Integratoren bedeutet das mehr Abstimmung und zusätzlichen Aufwand. Je mehr Hersteller, Plattformen und Programme in einem Projekt zusammenspielen, desto schwieriger wird es, daraus für den Kunden eine einfache und funktionierende Lösung zu bauen. Mit KI dürfte sich diese Entwicklung noch verstärken. Eine einzelne Anwendung kann heute Cloud-Dienste, Infrastruktur, Security, Datenplattformen, Software und Spezialwissen verschiedener Anbieter benötigen. Damit wächst nicht nur die technische Komplexität, sondern auch der Aufwand auf kommerzieller und organisatorischer Seite. Appleton sieht deshalb vor allem die Partner in einer Schlüsselrolle: «Kunden denken nicht in einzelnen Herstellerkategorien. Sie haben ein Geschäftsproblem und erwarten von ihrem Technologiepartner die richtige Kombination von Lösungen.» Auch Distributoren geraten damit stärker in die Rolle des Orchestrators. Es geht längst nicht mehr nur darum, Produkte verfügbar zu machen. Gefragt ist vielmehr, unterschiedliche Technologien, Services und Know-how so zusammenzuführen, dass Partner sie ohne unnötige Reibung beim Kunden einsetzen können. Für Also liegt genau darin die nächste Aufgabe des Channels: weniger zusätzliche Komplexität aufbauen und bestehende Ökosysteme so vereinfachen, dass Partner mehr Zeit für Beratung, Umsetzung und Kundengeschäft haben. (lfa)