Frankreich steht vor Telekom-Fusion

06. Januar 2016

    Die Nummer eins auf dem französischen Telekommunikationsmarkt, Orange, will die Nummer drei, die Telekommunikationssparte des Mischkonzerns Bouygues, übernehmen. In Paris heisst es, dass Orange, deren grösster Aktionär der Staat ist, den Konkurrenten mit etwa 10 Mrd. Euro bewerte. Circa 8 Mrd. Euro sollten in eigenen Aktien bezahlt werden, so dass der Mischkonzern Bouygues neuer Grossaktionär würde.

    Erst vor gut einem halben Jahr hatte Bouygues ein Übernahmeangebot des französischen Konkurrenten Numericable-SFR für seine Telekomsparte abgelehnt. Kreisen zufolge hatte der Numericable-Besitzer Patrick Drahi damals ebenfalls 10 Mrd. Euro für das Unternehmen geboten. In der französischen Politik hatten die Berichte Sorgen über einen Verlust von Arbeitsplätzen geschürt. Der französische Telekommarkt ist hart umkämpft, seit der Rivale Iliad mit seinem Billigmobilfunker Free vor rund vier Jahren einen Preiskrieg angezettelt hatte. Zuletzt hatten sich Orange und Bouygues aber auch dank Kosteneinsparungen und dem Trend zum schnellen Internet wieder berappelt und so Umsatz sowie Gewinn gesteigert.

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