Red Hat tritt Open Manufacturing Platform bei

05. November 2020
Red Hat tritt Open Manufacturing Platform bei

    Der Open Source Gigant Red Hat ist der OMP (Open Manufacturing Platform)-Initiative beigetreten. Mit diesem Schritt wird Red Hat einen Beitrag dazu leisten, Innovation in der Produktion und der gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben.

    Die industrielle Produktion ist von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Vor allem Datensilos hemmen die Optimierung von Prozessen und erschweren die Skalierung neuer Technologien und Business-Modelle. Und auch heterogene Information-Technology (IT)- und Operational-Technology (OT)-Systeme verhindern den reibungslosen Datenaustausch. Digitale Piloten und Proof-of-Concepts lassen sich heutzutage deshalb trotz Einsatz modernster Technologien nicht in allen Fällen skalieren und in den unternehmensweiten Betrieb überführen. Die nötige Flexibilität am Markt, deren Bedeutung durch Krisen wie die aktuelle Pandemie noch weiter zunimmt, können Unternehmen deshalb nicht immer erreichen – zumal dann, wenn es an Inhouse-Personalressourcen und -Know-how fehlt. Diese Herausforderungen und die Ineffizienzen in der gesamten Wertschöpfungskette wollen die Mitglieder der Open Manufacturing Platform beseitigen.

    Entwicklung von Open Standards für IoT-Connectivity
    Die nahtlose Integration von Anlagen und Maschinen in der Produktionslinie und die Standardisierung der Schnittstellen zwischen IT und OT sind für die Optimierung der Produktion unabdingbar – genauso die Anbindung von Produktionsanlagen an die Cloud. Mit seinem kompromisslosen Commitment zu Open Source, seiner weitreichenden Industrie-Expertise und seinen Enterprise-Ready-Open-Source-Lösungen beabsichtigt Red Hat als neues OMP-Mitglied eine zentrale Rolle bei der Erreichung der Ziele der Initiative zu spielen. Red Hat wird deshalb unter anderem in den Arbeitsgruppen "IoT Connectivity" und "IoT Reference Architecture" aktiv mitwirken. Die Working Groups erarbeiten Standards und Anwendungsempfehlungen auf der Basis existierender Protokolle und Technologien und eines gemeinsamen Datenmodells, etwa in den Bereichen Predictive Maintenance, Lagerverwaltung, Supply Chain, Qualitätssicherung oder Asset Management. Die Arbeitsgruppe "IoT Connectivity" wird die Industrie dabei unterstützen, IoT-Devices und Maschinen an die Cloud anzubinden, um ihr zu helfen, Produktionslinien zu digitalisieren und Cloud-basierte IoT-Anwendungen zu verbessern. Die Arbeitsgruppe "IIoT Reference Architecture" wird Pläne, Diagramme, Whitepaper und Beschreibungen der Architektur definieren, die zeigen, wie verschiedene technologische Komponenten zusammenpassen, um eine Lösung bereitzustellen, die bereits existierende offene Referenzarchitekturen aus der gesamten Branche umfasst.

    Vernetzung der Industrie innerhalb eines offenen Ökosystems
    Die Implementierung von offenen Standards kann ein durchgängiges, offenes Ökosystem für Anlagen- und Maschinenhersteller schaffen, das die gesamte Supply Chain in der Produktion umfasst: von Zulieferern und Partnern über klassische Rechenzentren und Produktionslinien bis hin zu Factory Edge und der Hybrid Cloud. Diese Vorgehensweise erlaubt es Produktionsbetrieben, modernste Technologie einfacher zu integrieren, Prozesse mithilfe von Big Data, Künstlicher Intelligenz und Analytics, DevOps oder Cloud Computing zu optimieren, damit schnellere und bessere Entscheidungen zu treffen und deutlich an Agilität und Effizienz hinzuzugewinnen.

    Die OMP wurde 2019 von der BMW Group und Microsoft als Steering Member gegründet und ist um die führenden Industrie-Leader Anheuser-Busch InBev, Bosch, ZF Friedrichshafen, Siemens Healthineers, PWC, Accenture und weitere gewachsen. Die OMP-Initiative ist unter dem Dach der Joint Development Foundation (JDF) entstanden, die Teil der Linux Foundation ist. Die JDF unterstützt die OMP mit Infrastruktur und einem organisatorischen Framework für die Entwicklung von technischen Spezifikationen und dem Support von offenen Industriestandards.

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