Bechtle wächst trotz Corona-Krise

12. August 2020
Bechtle wächst trotz Corona-Krise Bild: Bechtle

    Das deutsche IT-Systemhaus Bechtle konnte trotz sehr schwieriger Rahmenbedingungen im zweiten Quartal weiter wachsen. Von April bis Juni 2020 ist der Umsatz um 3,9 % auf 1,3 Milliarden Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis (Ebit) verbesserte sich um 4,3 % auf 59,5 Millionen Euro.

    Regional betrachtet war das Wachstum in der DACH-Region besonders stark. Organisch wuchs der Bechtle Konzern von April bis Juni 2020 um 2,4 %. "Es ist ein grosser Erfolg, dass wir in einem Quartal, in dem die Gesamtwirtschaft um über 10 % zurückgeht, weiter wachsen. Diese positive Entwicklung steht nicht nur für die generell hohe Bedeutung der IT, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsmodells von Bechtle. Die Kunden schätzen gerade in schwierigen Zeiten unsere hohe Kompetenz, unser breites Portfolio, unsere finanzielle Solidität und unsere Verlässlichkeit", erklärt Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG.

    Systemhaus & Managed Services besonders wachstumsstark
    Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services erhöhte sich der Umsatz um 9,7 % auf 893,9 Millionen Euro. Die Gesellschaften in Österreich und der Schweiz konnten sogar um 33,1 % zulegen, getragen von einer starken Nachfrage der öffentlichen Auftraggeber. Im Inland betrug das Wachstum 6,1 %. Das Betriebsergebnis kletterte im zweiten Quartal 2020 um 17,2 % auf 40,2 Millionen Euro. Die Ebit-Marge stieg von 4,2 % auf 4,5 %.

    Internationale Märkte herausfordernd
    Das Segment IT-E-Commerce war aufgrund seiner internationalen Ausrichtung sehr viel stärker von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen. Ausserhalb der DACH-Region waren die staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie deutlich restriktiver, viele Länder befanden sich über einen langen Zeitraum im kompletten Lockdown. Entsprechend waren die Bechtle Gesellschaften dort wirtschaftlich stark gefordert. Der Segmentumsatz ging im zweiten Quartal 2020 in Folge um 6,6 % auf 416,6 Millionen Euro zurück. Im Inland lag der Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau. Das Ebit sank um 15,0 % auf 19,4 Millionen Euro. Die Marge ging von 5,1 % auf 4,6 % zurück.

    Hohe Liquidität und geringere Kapitalbindung
    Der operative Cashflow hat sich im ersten Halbjahr 2020 sehr positiv entwickelt und stieg auf 39,3 Millionen Euro (Vorjahr: -14,5 Millionen Euro). Auch das Verhältnis Working Capital zum Umsatz hat sich weiter verbessert, vor allem dank eines starken Abbaus der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Gesamtliquidität ist mit 236,8 Millionen Euro weiterhin auf einem sehr komfortablen Niveau.

    Positiver Jahresausblick bekräftigt
    Bechtle zeigte sich im ersten Halbjahr von der COVID-19-Pandemie insgesamt relativ unbeeindruckt, konnte bei Umsatz und Ergebnis deutlich wachsen und liegt bezüglich dieser beiden Kennzahlen im Zielkorridor der Planungen für das Gesamtjahr 2020. Verbunden mit der Erwartung, dass die Rahmenbedingungen sich im Jahresverlauf wieder sukzessive normalisieren, bestätigt Bechtle die im März veröffentlichte Zielsetzung, den Umsatz und das Ergebnis um mindestens 5 % zu steigern. "Die Pandemie hat einmal mehr den hohen Stellenwert der Informationstechnologie gezeigt. Die Nachfrage nach IT-Infrastruktur und IT-Dienstleistungen ist auch und gerade in Zeiten von Corona gut. Vorausgesetzt eine zweite Welle bleibt aus, blicken wir unverändert optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf", so Dr. Thomas Olemotz.

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