Asut-GV im Zeichen von 5G

Asut-GV im Zeichen von 5G © Fractal Verlag/123rf

    Der Schweizerische Verband der Telekommunikation (Asut) blickte an seiner Online-Generalversammlung auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurück. Dominiert war es von der verzögerten Einführung der neuen Mobilfunkgeneration 5G.

    Wie viele Unternehmen, Institutionen und Vereine führte auch der Schweizerische Verband der Telekommunikation (Asut) seine diesjährige Generalversammlung, der Coronakrise wegen, online durch. Genauso unverzichtbar wie für das Vereinsleben hat sich eine leistungsfähige Kommunikationsinfrastruktur in der Ausnahmesituation der letzten sechs Wochen in unzähligen weiteren Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens der Schweiz erwiesen. Vom Datenverkehr der Behörden mit der Bevölkerung, über das Arbeiten und Lernen zuhause und die Kontaktpflege mit Familie und Freunden trotz Isolation bis hin zum Einkaufen übers Internet: Moderne Telekommunikationstechnologien helfen uns derzeit massgeblich dabei, die Einschränkungen durch die Corona-Krise zu bewältigen und das Funktionieren der Schweiz sicherzustellen.

    Deutlich zahlt sich nun aus, dass die Schweiz in den vergangenen Jahren mehr in die Telekommunikationsinfrastrukturen investiert und neue Technologien rascher eingeführt hat als andere Länder. Die ausserordentliche Lage zeigt aber auch, dass schlagartig neue Anforderungen auf die Telekommunikationsnetze zukommen können – und diese breit geteilte Erfahrung dürfte der Digitalisierung einen deutlichen Schub versetzen.

    5G-Debatte versachlichen
    Die Einführung der neuen Mobilfunkgeneration 5G dominierte auch das Verbandsjahr 2019. Angesichts des starken Widerstandes gegen die Modernisierung der Mobilfunkanlagen, der sich nach der Vergabe der neuen Frequenzen durch die Eidgenössische Kommunikationskommission Comcom im Februar 2019 in der Bevölkerung sowie in einzelnen Gemeinden und Kantonen regte, veröffentlichte asut verschiedene Faktenblätter, um Fake-News richtigzustellen und die aufgeheizte Debatte zu versachlichen. Mit einer fundierten Studie konnte asut zudem den wirtschaftlichen Nutzen der neuen Technologie klar aufzeigen. Asut war auch Mitglied der Expertengruppe «Mobilfunk und Strahlung», die im Auftrag des UVEK den im November 2019 veröffentlichten Bericht zu 5G verfasste. Dieser macht deutlich, dass der Einführung von 5G aus gesundheitlicher Sicht nichts entgegensteht und weist gleichzeitig darauf hin, dass die heutigen Mobilfunknetze am Anschlag sind.

    Technologie wagen
    Um das zu ändern, braucht es Mut zur Technologie. Unter genau diesem strategischen Jahresmotto führte Asut 2019 wiederum eine ganze Reihe von ausgebuchten Anlässen durch: Neben dem traditionellen AsutSeminar und dem Asut-Kolloquium war dies erstmals auch eine dem Internet der Dinge (IoT) gewidmete Konferenz. Die rund 360 Branchenexpertinnen und -experten, die in 18 asut-Fachkommissionen, Fach- und Arbeitsgruppen verschiedene aktuelle Themen vertieft bearbeiten, verabschiedeten zudem diverse Stellungnahmen und veröffentlichten Praxisleitfäden und Berichte wie die gemeinsam mit der Universität Sankt Gallen (HSG) und dem Beratungsunternehmen Pwc durchgeführte Studie zur zukünftigen Mobilität.

    Drei neue Vorstandsmitglieder
    Schliesslich hat Asut an der GV drei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt, die alle drei im Laufe ihrer Karriere bewiesen haben, dass Technologien und Innovationen einiges zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Probleme beitragen können. Es sind dies Kurt Lüscher, der nach verschiedenen Führungspositionen bei UBS, Telefónica und Sunrise die Energie 360° zum innovativen Energieversorger entwickelt hat und nun als Berater in der Energie- und Telekombranche tätig ist; der neue Sunrise-Chef André Krause, der seine Karriere als gelernter Betriebswirt beim Wirtschaftsprüfer Arthur Andersen begann; und Peter Seiler, Managing Director bei der Swiss Tower, dem ersten unabhängigen schweizweiten Betreiber von Telekominfrastruktur.

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