20 Jahre Tarakos: Start-up schafft Standardsoftware

Das dynamische Team um Gründer Herbert Beesten blickt in die digitale Zukunft Das dynamische Team um Gründer Herbert Beesten blickt in die digitale Zukunft Bild: Tarakos

    Im bewegenden Jahr 2000 wurde die Tarakos als Spin-off der Otto-von Guericke Universität Magdeburg und des Fraunhofer Instituts IFF gegründet. In der Forschungsfabrik entwickelte das Start-up Virtual Reality-Software, die schon bald erste Kunden fand.

    Virtuelle Realität, die Darstellung und Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer digitalen, interaktiven Umgebung in Echtzeit, war damals auf einige Spezialgebiete von Wissenschaft und Technik sowie die Unterhaltungsindustrie beschränkt. Heute beschleunigen Industrie 4.0 und kostengünstige Hardware wie VR-Brillen die Verbreitung der Virtual Reality Software auf vielen Gebieten.

    Im taraVRbuilder bestückt man 2D-Layouts mit 3D-Modellen von Maschinen, Förderanlagen, Fahrzeugen und Handarbeitsplätzen aus Katalogen. So entstehen in wenigen Schritten animierte 3D-Simulationen von Produktions- und Logistikbereichen. Die Anwender benötigen keine Vorkenntnisse: „Jeder Mitarbeiter, der sich regelmässig mit Logistik- und Produktionsplanung beschäftigt, gehört zu unserer Zielgruppe“, erklärt Herbert Beesten, Gründer und Geschäftsführer von Tarakos.

    Inzwischen sind international über 10.000 Lizenzen in der Industrie und Ausbildung im Einsatz – bei Automobilherstellern wie VW, BMW, Daimler oder Audi mit ihren Zulieferern ebenso wie bei Industrie-Unternehmen wie Siemens, der Nestle oder Möbelherstellern. Auch in Forschung und Lehre wird der taraVRbuilder verwendet. Doch der Schwerpunkt liegt in der Logistikbranche, dafür spricht auch der amerikanische Logistik-Riese UPS als wohl grösster Kunde. Inzwischen gilt der taraVRbuilder als Standard bei Planern und Ausrüstern. Zu den Anwendern gehören SSI Schäfer, LTW, Blume oder Stöcklin.

    Hier zeigt sich das anwenderfreundliche Werkzeug mit neuen Möglichkeiten, die den Fortschritt der inzwischen 20 Jahre fortgesetzten kundenorientierten Weiterentwicklung deutlich zeigen: So lassen sich über ein AML/XML-PlugIn 2D-Pläne und 3D-Szenarien mit AutoCAD austauschen. Alle erstellten 3D-Projekte können sofort in realistischen, hochauflösenden Bildern visualisiert werden – ideal für die Anwender in Marketing und Vertrieb. Und schliesslich erhalten die mitgelieferten Objektbibliotheken des taraVRbuilders Zuwachs aus dem Internet: Mit einer Integration der umfangreichen eCATALOGsolution von CADENAS stehen den Anwendern 3D-Modelle verschiedenster Hersteller zur Verfügung. Die herstellerspezifischen Komponenten werden laufend aktualisiert und können gleich mit Bestellinformationen importiert werden. Damit erhalten Planer sofort einen ersten Kostenüberblick.

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