Wir müssen wieder „lernen zu lernen“

18. September 2019
Praxiserprobte Unternehmer-Persönlichkeiten referierten zum Thema und gaben den über 300 Firmenvertretern Einblick, wie sie mit ihrem Unternehmen dem stetigen Wandel begegnen und wie sie mit Konkurrenz, Innovation und Veränderungen umgehen. Praxiserprobte Unternehmer-Persönlichkeiten referierten zum Thema und gaben den über 300 Firmenvertretern Einblick, wie sie mit ihrem Unternehmen dem stetigen Wandel begegnen und wie sie mit Konkurrenz, Innovation und Veränderungen umgehen. Bild: KMU Swiss

    Die 11. Durchführung des KMU Swiss Podiums befasste sich mit dem Thema «Wirtschaftskräfte – messen». Wie soll ein Unternehmen mit den einwirkenden Wirtschaftskräften umgehen und wie kann es sich im stetig wandelnden Umfeld behaupten.

    Über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten an der 11. Ausgabe vom KMU Swiss Podium am 12. September 2019 im Campussaal in Brugg-Windisch gespannt die Einblicke der unternehmerisch denkenden Referentinnen und Referenten. Sie zeigten auf, wie sie mit ihrem Unternehmen auch in Zukunft konkurrenz- und handlungsfähig am Markt bleiben.

    «Wirtschaftskräfte – messen»
    «Wer mit dem stetigen Wandel umgehen kann, Chancen und Gefahren analysiert, flexibel auf Ver-änderungen agiert und offen für Neues ist, der wird gelassen aber auch gestärkt in die Zukunft gehen können», meint Armin Baumann in seiner Podium-Eröffnungsrede. Armin Baumann ist Initiant von KMU Swiss. Die Veränderungen können von Branche zu Branche sehr unterschiedlich sein. Mitbewerber, Fachkräftemangel und Innovationen sind jedoch bei vielen Unternehmen starke Treiber von Marktveränderungen. Ein Konkurrent kann morgen zu einem Partner werden, um gemeinsam noch stärker am Markt zu werden.

    Neid macht stark!
    Höchstleistungen sind möglich, wenn man die Extra-Meile geht. Davon ist die Golfproette, Olympiateilnehmerin und Jungunternehmerin Fabienne In-Albon überzeugt. Mit ihrer sympathischen Art hat uns Fabienne einen Einblick in ihren nicht ganz einfachen Erfolgsweg gegeben. Erfolg macht einsam und verletzlich. Und je erfolgreicher man wird, desto mehr Neider befinden sich im Umfeld. Aber Neid macht stark.

    Und Neid ist eine Form der Anerkennung. Sie empfiehlt ganz klar: Kritiker und Neider soll man als Motivatoren und Antrieb sehen, um seine eigenen Horizonte zu erweitern und einen gesunden Ehrgeiz zu entwickeln. Zudem unterstützen auch Selbstreflexion und ein Perspektivenwechsel dabei, immer besser zu werden.

    Sie sind der Kapitän! - Mit Risiken abheben und ANKOMMEN.
    „Konzentrieren Sie sich auf Ihre Ideen. Geben Sie diesen mehr Raum und Aufmerksamkeit. Und schreiben Sie die Ideen sofort und überall auf,“ ist die eindringliche Empfehlung von Bruno Dobler. Er war langjähriger Chefpilot bei Crossair, Fluginstruktor und fungiert heute als Möglichmacher und Sparring-Partner für Ambitionierte. Denn jede Idee kann eine Chance und möglicher Erfolg in der Zukunft sein.

    Bruno Dobler zeigt auf, wie essentiell ein eingespieltes Team ist. Wichtige Erfolgstreiber in der Wirtschaft sind: die richtigen Mitarbeiter mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten. Saubere Pro-zesse, welche eingehalten werden. Eine hohe Zuverlässigkeit der Mitarbeiter und der Technik und
    die ständige Weiterbildung der Mitarbeiter. Diese Faktoren sorgen dafür, um in der Wirtschaft erfolgreich bestehen zu können. Bruno Dobler zeigt aber auch mögliche Gründe fürs Scheitern auf: Überanstrengung, Bequemlichkeit und ein Mangel an Zuversicht, in schwierigen, turbulenten Zeiten. Für ungeahnte Höhenflüge soll man nie die Kraft und Glaube an seine Idee oder sein Projekt verlieren. Und einfach besser als die anderen sein.

    Zukunft – Arbeitswelt?
    Nicole Burth Tschudi, CEO der Adecco Gruppe Schweiz beantwortete in einem spannenden Referat, wie diese Arbeitswelt zukünftig aussehen kann. In Zukunft werden ganz neue Qualifikationen verlangt. Eine Herausforderung in der Schweiz wird sein, die richtigen Talente auszubilden und die Unternehmenskulturen auf die jungen Menschen auszurichten. Lebenslanges Lernen und eine konstante Weiterbildung – in jedem Alter – sind laut Nicole Burth Tschudi unumgänglich. „Wir müssen wieder „lernen zu lernen“,“ sagt sie. Hier sind auch die Unternehmen gefordert. Sie sollten in die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter investieren und junge Talente gewinnen, fördern und halten. Dies sei auch für die eigene Unternehmensentwicklung essentiell.

    Mit dem Megatrend Digitalisierung werden in Zukunft noch mehr digitale Kompetenzen gefordert. Die Weiterbildungsmöglichkeiten hinken diesem Bedarf jedoch noch hinterher. Hier fordert Burth Tschudi rasche Lösungen. Um dem Fachkräftemangel und der Talentknappheit entgegenzuwirken, sollten den älteren Erwerb-stätigen eine längere Beschäftigung ermöglicht werden und die Teilzeitarbeit gefördert werden, um eine bessere Verteilung der Kinderteilung zu ermöglichen.

    Zwischen Ärgernis und Euphorie: Eine Idee polarisiert seit 85 Jahren
    Bruno Stiegeler, CEO der WIR Bank Genossenschaft nimmt uns mit auf eine Zeitreise. Mit Elan erzählt er die Geschichte und Idee von Werner Zimmermann, zur Stärkung der Schweizer KMU Wirtschaft eine Komplementärwährung einzuführen. Auch heute noch ist diese Idee aktuell, dass Geld für ein lebendiges System zirkulieren soll, und dies ohne Verzinsung.

    Heute sind 30‘000 KMU’s aus den verschiedensten Branchen Mitglied des geschlossenen Netz-werks der WIR Bank. Diese tragen zum Wachstum und Funktionieren der Schweizer-Volkswirtschaft bei. Die KMU’s sind das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Auch eine alteingesessene WIR Bank wird digital und entwickelt sich. Bereits heute erfolgen 90% aller Mitglieder-Zahlungen digital. Und ein diverses Geschäft mit neuen Spar- und Vorsorgeprodukten fruchten.

    Erfolgreicher Abschluss
    Die diversen Referate und auch die spannende und aufschlussreiche Podiumsdiskussion mit Ro-land Goethe, Inhaber Goethe AG und Präsident Swissmechanic, Landrat Glarus und Bruno Dob-ler, Sparring-Partner für Ambitionierte sowie Bruno Stiegeler, CEO WIR Bank regten beim abschliessenden Flying Dinner zu interessanten Diskussionen an. Alle waren sich einig, dass die Kernpunkte eines guten Unternehmers die Leidenschaft für seine Idee, ein klares Alleinstellungsmerkmal für die Unternehmung und das TUN sind.

    Durch das Podium-Programm führte kompetent und humorvoll der Moderator und Journalist Michael Sokoll. Wiederum wurde der Anlass live auf dem KMU Swiss TV-Kanal ins World Wide Web ausgestrahlt. Die Übertragung ersetzte jedoch nicht die zahlreichen wertvollen Gespräche, das Kennenlernen der KMU-Akteure und Netzwerken während den Pausen und des Abendessens sowie an den zahlreichen Aussteller-Ständen der Partner und Sponsoren.

    www.kmuswiss.ch

     

    Soziale Netzwerke

     

    Fractal Verlag GmbH

      +41 61 683 88 76

      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!