Sunrise-UPC-Deal wird vertieft geprüft

03. Juni 2019
Sunrise-UPC-Deal wird vertieft geprüft

    Die Wettbewerbskommission (WEKO) prüft die Übernahme von UPC durch Sunrise vertieft. Erste Abklärungen haben Anhaltspunkte ergeben, dass der Zusammenschluss auf verschiedenen Märkten eine marktbeherrschende Stellung begründet oder verstärkt.

    Sunrise und UPC sind zwei der grössten Telekommunikationsanbieterinnen der Schweiz. Historisch gesehen ist Sunrise eine Mobilfunknetzbetreiberin und UPC eine Kabelnetzbetreiberin. Mit der Übernahme von UPC erwirbt Sunrise ein eigenes Kabelnetz. Damit will Sunrise Festnetz-, Breitbandinternet- und Mobilfunkleistungen sowie digitales Fernsehen auf der eigenen Infrastruktur in der Schweiz anbieten. Mit der Übernahme sollen eine grössere Unabhängigkeit von Swisscom erreicht und Umsatz- und Kostensynergien realisiert werden.

    Die vorläufige Prüfung der WEKO hat ergeben, dass Anhaltspunkte für eine einzelmarktbeherrschende Stellung bestehen. Dies auf den Märkten für die Bereitstellung von Sportübertragungsrechten im Pay-TV sowie auf den Märkten für IP-Interkonnektionszugang zu den Endkunden/innen von Sunrise und UPC. Weiter bestehen Anhaltspunkte für die Begründung oder Verstärkung einer kollektiven Marktbeherrschung zusammen mit Swisscom auf den Endkundenmärkten für Breitbandinternet, den Endkundenmärkten für Festnetztelefonie, den Plattformmärkten für die Übertragung von linearem Digital-TV sowie im regionalen Plattformmarkt (Netzwerk von UPC) für die Übertragung von Video on Demand.

    Aus diesen Gründen prüft die WEKO vertieft, wie sich der geplante Zusammenschluss auf den Wettbewerb auswirken würde. Die Prüfung hat innerhalb der gesetzlichen Frist von vier Monaten zu erfolgen.

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