5G bringt der Schweiz massiven Produktionszuwachs

5G bringt der Schweiz massiven Produktionszuwachs © Fractal Verlag/123rf

    Mit der «Strategie digitale Schweiz» und der raschen Vergabe neuer Frequenzen haben Bundesrat und die Eidgenössische Kommunikationskommission die Grundlagen zur Einführung von 5G geschaffen. Eine Studie der Asut zeigt auf, dass eine Verzögerung von 5G zu Produktionsverlusten bei Unternehmen und bei der öffentlichen Hand führt.

    Eine dreijährige Verzögerung beim Netzausbau würde bis 2026 den durch 5G ausgelösten Produktionszuwachs um 10 Milliarden Franken reduzieren und zusätzlich die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen schmälern. Umgekehrt führt eine rasche 5G-Einführung zu einem Zuwachs des Produktionswertes. Im Jahr 2030 wird dieser Zuwachs voraussichtlich 42.4 Milliarden Schweizer Franken betragen und es werden insgesamt 137'000 Arbeitsplätze in der Schweiz geschaffen. Zusätzlich schafft die Einführung von 5G Sekundäreffekte im Umfang von 1.75 Milliarden Schweizer Franken, beispielsweise in der Mobilität oder beim Energieverbrauch. asut fordert Bundesrat und Behörden auf, eine rasche und flächendeckende Einführung von 5G sicherzustellen.

    Der Bundesrat hat in seiner «Strategie digitale Schweiz» die Bedeutung der Digitalisierung aufgezeigt und im Aktionsplan vom 5. September 2018 die Vergabe von zusätzlichen Mobilfunkfrequenzen verankert. Im Februar 2019 wurden die neuen Frequenzen für 380 Millionen Schweizer Franken an die Mobilfunkbetreiber vergeben. Dank dem raschen Vorgehen kann die Schweiz zu den Vorreitern der Digitalisierung in Europa gehören und damit an den Erfolg bei der Elektrifizierung vor hundert Jahren anknüpfen. Die Mobilfunkanbieter leisten ihren Beitrag und investieren hohe Summen in den Ausbau der 5G-Mobilnetze. Mit dieser neuen Basisinfrastruktur wird die Effizienz in allen Wirtschaftssektoren gesteigert, neue Produkte und Dienstleistungen werden ermöglicht.

    Der mit 5G in der Schweiz verbundene sozioökonomische Nutzen wurde im Auftrag des Schweizerischen Verbandes der Telekommunikation (asut) durch das Beratungsunternehmen «tech4i2» in einer Studie analysiert. Dabei kam ein «Benefits Realisation Model» zur Anwendung, mit dem die EU-Kommission bereits 2017 die Auswirkungen von 5G für die EU-Länder berechnet hatte. Dieses Modell wurde von den Experten für die Schweiz angepasst und umfasst insgesamt 16 Wirtschaftsbranchen.

    Die Autoren zeigen in ihren Analysen auf, dass der Nutzen von 5G für Gesellschaft und Wirtschaft rasch ansteigt. In den 16 untersuchten Branchen initiiert 5G im Jahr 2030 einen zusätzlichen Produktionswert von 42.4 Milliarden Schweizer Franken. Gleichzeitig werden 137'000 neue Arbeitsstellen geschaffen. Die Studie zeigt auf, dass 5G in allen Branchen den Produktionswert steigert, wobei die produzierende Industrie mit einem Zuwachs von 10 Milliarden Schweizer Franken und 20'600 zusätzlichen Beschäftigen im Jahr 2030 am stärksten profitiert.

    Ergänzend haben die Experten berechnet, welche Sekundäreffekte sich in vier ausgewählten Schlüsselsektoren 2030 ergeben werden: Im Gesundheitswesen, im Automobilbereich, im Transportwesen sowie bei den Energieversorgern werden zusätzlich 1.2 Milliarden Schweizer Franken an Nutzen generiert. Weitere 510 Millionen Schweizer Franken entstehen in den Anwendungsbereichen Smart Home, Smart Workplace, Smart City sowie in ländlichen Gebieten. Insgesamt werden durch 5G im Jahr 2030 44.2 Milliarden Schweizer Franken an Nutzen für Gesellschaft und Wirtschaft initiiert.

    Die Studie geht davon aus, dass 5G rasch eingeführt werden kann und die Verbreitung ähnlich verläuft wie bei den vorhergehenden Mobilfunktechnologien. Eine verzögerte 5G-Einführung wirkt sich rasch und deutlich negativ auf den Produktionszuwachs in der Schweiz aus. Eine Verzögerung um drei Jahre reduziert den Produktionswert bis 2026 um rund 10 Milliarden Schweizer Franken. Zusätzlich wird die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen geschwächt, da diese im internationalen Vergleich verspätet mit innovativen Produkten auf den Markt kommen.

    Die komplette Studie kann hier heruntergeladen werden.

    https://asut.ch

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