Sunrise spürt Wettbewerbsdruck

25. August 2016
Olaf Swantee, CEO Sunrise. Olaf Swantee, CEO Sunrise. Foto: Sunrise

    Sunrise hat im ersten Halbjahr mit 917 Millionen Franken 6 Prozent weniger Umsatz gemacht. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) legte ganz leicht von 286 auf 287 Millionen Franken zu.

    Olaf Swantee, CEO von Sunrise, kommentiert: «Ich bin zwar erst in der Mitte des Berichtsquartals zu Sunrise gekommen, freue mich aber, dass sich der Umsatzrückgang gegenüber dem 1. Quartal halbiert hat. Als solide Basis für eine starke Marktposition investierte das Unternehmen in die Verbesserung des Netzes, des Kundenservices und in innovative konvergente Produkte für Privat- und Geschäftskunden. Trotzdem werden wir in den genannte Bereichen noch mehr tun, und ich freue mich auf die weitere Stärkung unserer Position als führende Herausforderin.»
     
    Starke Dynamik bei Mobile Postpaid-, Internet- und TV-Abonnenten
    Trotz starken Wettbewerbs setzte sich die positive Dynamik bei der Mobile Postpaid-Entwicklung im 2. Quartal 2016 fort. Die Zahl der Mobile Postpaid-Kunden stieg im Jahresvergleich netto um 84 100 Neukunden (+6,2 %) auf insgesamt 1,44 Mio. Abonnenten. Alleine im 2. Quartal 2016 gewann Sunrise 21 700 neue Postpaid-Kunden (davon 12 000 Primary SIM-Karten) hinzu und verzeichnete damit erneut ein starkes Quartal. Während die Prepaid-Kundenbasis weiter schrumpfte, weil die Kunden zu Postpaid wechseln, war der Quartalsrückgang im Vergleich zum 1. Quartal moderat.
     
    Die Zahl der Internet-Abonnenten stieg im Jahresvergleich um 24 200 (+7,3 %) auf insgesamt 357 500. Das ist der stärkste Nettozuwachs (+9000) innert eines Quartals seit über fünf Jahren. Die Zahl der TV-Abonnenten stieg im Jahresvergleich um 24 900 (+20,4 %) auf 147 200 Kunden. Treiber des starken Internet- und TV-Ergebnisses waren u.a. die attraktiven «Home»-Tarife, Konvergenzvorteile, schnellere Breitbandverbindungen und der Ausbau des Sunrise Smart TV Angebots.
     
    Gebremster Umsatzrückgang
    Im 2. Quartal 2016 ging der Umsatz im Jahresvergleich um 3,2 % von CHF 488 Mio. auf CHF 472 Mio. zurück. Gegenüber dem 1. Quartal 2016 verringerte sich der Umsatzrückgang im Jahresvergleich um mehr als die Hälfte. Dies ist hauptsächlich auf eine bessere Umsatzentwicklung im margenschwachen Hubbing und bei der Mobilhardware zurückzuführen. Während der Umsatzrückgang ohne Berücksichtigung der Bereiche Hubbing und Hardware ebenfalls etwas tiefer ausfiel, vermochte das Wachstum bei Mobile Postpaid, Internet und TV die Negativeffekte nicht vollständig auszugleichen. Strukturelle Negativeffekte bestanden weiter im Mobile Prepaid- und Festnetztelefonie-Geschäft. Weitere negative Werteffekte ergaben sich aus  Preisänderungen im Roaming im vergangenen Jahr und zeitlich befristeten Promotionen. Der Freedom-Hardware-Effekt im Zusammenhang mit dem Wechsel von Mobilkunden zu Freedom-Tarifen wirkte sich ebenfalls negativ auf die Umsätze im Jahresvergleich aus. Dieser Effekt dürfte sich aber bis Ende 2016 wesentlich abschwächen.
     
    Anhaltende Kostendisziplin führt zu höheren Margen
    Sunrise verbesserte kontinuierlich ihre Kostenbasis und reduzierte den bereinigten Opex für das 2. Quartal 2016 um 8,1 % im Jahresvergleich. Die Kosteneffizienz glich rückläufige Umsatzzahlen und den Druck auf die Bruttomargen weitgehend aus. Letzterer entstand durch den Freedom-Hardware-Effekt und höhere internationale Terminierungsgebühren. Das bereinigte Ebitda für das 2. Quartal 2016 verringerte sich im Jahresvergleich um 3,3 % von CHF 155 Mio. auf CHF 150 Mio., wobei sich die Marge (ohne Hubbing) von 34,2 % auf 34,4 % verbesserte. Im 2. Quartal 2016 erreichte der Nettogewinn CHF 10 Mio., etwas weniger als im letzten Jahr (CHF 14 Mio.).
     
    Prognosen für 2016 bestätigt
    Im Ausblick für das laufende Jahr bestätigt das Unternehmen die Umsatz- (1,89-1,93 Mrd CHF) und Ebitda-Prognose (600-620 Mio CHF). Die bestätigte Erwartung für die Investitionen liegt zwischen CHF 220 Mio. und CHF 230 Mio. Die cash-wirksamen Steuern werden voraussichtlich zwischen CHF 45 Mio. und CHF 50 Mio. liegen. Bei Eintreffen der Prognose für 2016 geht Sunrise davon aus, den Aktionären an der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende zwischen CHF 3,24 und CHF 3,36 pro Aktie vorschlagen zu können, zahlbar 2017 aus Rücklagen aus Kapitaleinlagen.

     

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