Big Data = Big Business

19. März 2015

    Informationen sind die neuen Vermögenswerte der Gegenwart. Die Digitalisierung revolutioniert alle Bereiche der Wirtschaft und zwingt Firmenlenker zur Frage: „In welchem Geschäft bin ich? Und: „Gibt es dieses Geschäft so noch in fünf oder zehn Jahren?“

     

    An der Medienkonferenz zum 10. Swiss Information Management Forum wurden die Folgen von Informationstechnologie und digitaler Transformation für das Schweizer Bankenwesen und die Schweizer Gesundheitsindustrie beleuchtet. Dass die Digitalisierung vor keiner Branche halt macht, aber die verschiedenen Branchen unterschiedliche digitale Reifegrade aufweisen, zeigt Ralf Glabischnig, Partner inacta AG, auf: „Am weitesten auf dem Weg zu Digitalen Geschäftsmodellen sind die Telekommunikations-, Medien-und die Tourismus-Branche, jedoch häufig mit neuen Marktspielern. Damit die etablierten Unternehmen der Finanzindustrie nicht von (Fintech-) Start-ups überholt werden, müssen sie ihre Geschäftsmodelle grundsätzlich digitalisieren.“

    Die Zeichen der Zeit erkannt, hat die Zürcher Kantonalbank. Daniel Heinzmann, Leiter IT-Strategie bei der ZKB betont: "Die Zürcher Kantonalbank investiert im Rahmen des Leistungsauftrages jährlich bis zu 15 Millionen Franken an Venture Capital in Start-ups, neu auch in Fintech Unternehmungen. Damit sind wir am Puls der Entwicklung neuer Technologien im Finanzbereich". Kräftig am Aufholen bei der Digitalen Transformation sind das Gesundheitswesen und die Versicherungen. Unternehmer Peter Ohnemus ist überzeugt, dass die «Digitale Gesundheit» zur weltweit grössten Industrie wird. „Meine Gesundheit wird dabei zu meinem privaten Vermögen, der Gesundheitsindex zum Aktienkurs.“

    Emanuele Diquattro, CIO Sanitas, kann sich durchaus vorstellen, dass die Patienten dank der ständigen Überwachung ihrer Gesundheitsdaten ihre Gesundheit -zusätzlich zum Arzt -selbst managen. Für gesundes Verhalten werden sie von den Versicherungen belohnt. Über kurz oder lang wird dies in der Zusatzversicherung zu Angeboten und Prämien führen, die sich unter anderem auch an der Lebensweise des einzelnen Versicherten orientieren. Diese Veränderung rüttelt am Grundprinzip der Versicherungen, dem Solidaritätsgedanken, wird diesen verändern und neu definieren. „Damit müssen Krankenversicherungen ihr Geschäftsmodell grundsätzlich neu digital definieren“ sagt Emanuele Diquattro. „Zudem werden neue, branchenfremde Anbieter wie z.B. Technologie-, Telekomunternehmen oder Start-ups in den Markt drängen. Wer über diese Daten verfügt und den sensitiven Umgang mit Daten beherrscht, ist am Puls des Geschehens.“

    Des wissenschaftlichen und ökonomischen Werts solcher Informationen ist sich auch Prof. Ernst Hafen von der ETH Zürich bewusst. „Der Wert von Einzeldaten ist beschränkt, erst die Aggregation macht sie wertvoll.“ Darum sind alle Firmen an Big Data interessiert und zwingen den Einzelnen in eine «Digitale Leibeigenschaft». „Es braucht ein verfassungsmässiges Recht jedes Einzelnen auf die Kopie seiner Daten, wo immer er Spuren hinterlassen hat. Der einzelne Mensch muss wieder die Hoheit über seine Daten erhalten und damit die digitale Selbstbestimmung wiedererlangen.“ Die Teilnehmer des Swiss IM Forum sind eingeladen, sich vor Ort über das „Digital Maturity Model“ zu informieren, das gemeinsam von der Universität St. Gallen und dem Strategieberatungsunternehmen Crosswalk AG entwickelt wurde. Besucher haben zudem die Möglichkeit, ihr Unternehmen zu Vorzugskonditionen für einen „Digital Maturity Check“ anzumelden. Nutzen Sie diese einmalige Gelegenheit am Swiss IM Forum 2015. Das 10. Swiss IM Forum findet am 12. Mai 2015, von 08:00 bis 17:30 Uhr im Swissôtel Zürich statt.

    www.im-forum.ch

    Soziale Netzwerke

     

    Fractal Verlag GmbH

      +41 61 683 88 76

      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!