Die Zukunft ist digital

16. Juni 2016
Die Zukunft ist digital © 123rf

    Mit dem diesjährigen Motto «Shaping the Digital Future» traf das Asut-Seminar den Nerv der Zeit: Mit über 900 Teilnehmenden aus Wirtschaft, Forschung, Bildung, Verwaltung, Politik und Medien übertraf der jährliche Top-Anlass der ICT-Branche deutlich die Teilnehmerzahlen der letzten Jahre. Die Schweiz hat gute Voraussetzungen für den digitalen Wettbewerb, aber die Unternehmen müssen nun rasch die richtigen Entscheidungen treffen. 

    Die Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) sind die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und die Schweiz ist als innovative Wissensgesellschaft gut gerüstet, die neue digitale Welt an vorderster Stelle mitzugestalten. Die Digitalisierung betrifft alle Wirtschaftsbranchen und Lebensbereiche, schreibt viele Spielregeln neu, krempelt Märkte um und verändert Produkte und Dienstleistungen. Behaupten kann sich nur, wer rasch einsteigt, Erfahrungen sammelt und in Organisationen und Unternehmungen Geschäftsmodelle und -prozesse grundlegend überdenkt. Am Swiss Telecommunication Summit 2016 im Kursaal Bern zeigten digitale Leader aus Bau-, Medien- und Telekombranche, dem Detailhandel, der Energiewirtschaft, IT-Industrie und Forschung, wie sie die Transformation anpacken, berichteten von erfolgreichen Projekten und Produkten, thematisierten aber auch den weiteren Handlungsbedarf. So kritisierte Stefan Muff, Gründer, VR-Präsident und Miteigentümer der Axon Active Holding AG, die zögerliche Haltung vieler Unternehmen und ermunterte die Schweizer Wirtschaft, die Reise in die digitale Welt unverzüglich anzutreten. Von Behördenseite erinnerte Philipp Metzger, Direktor Bundesamt für Kommunikation, die ICT-Branche an die Wichtigkeit des Multistakeholderdialogs und zukunftsfähige Rahmenbedingungen, wozu auch eine Revision des Fernmeldegesetzes (FMG) gehöre.

    Schweiz soll nicht abseits stehen
    Eröffnet wurde der Anlass durch Bundeskanzler Walter Thurnherr, der mit viel Witz eine durchaus ernstgemeinte Botschaft überbrachte: Es wäre verhängnisvoll, wenn die Schweiz den ihr zur Verfügung stehenden Spielraum nicht nutzen und der digitalen Transformation nur schulterzuckend zuschauen würde. Zu den weiteren Highlights gehörten u.a. Referate von Carlota Perez, London School of Economics, Roger De Weck, Generaldirektor SRG, und Joos Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung Coop. Aufschlussreich und praxisnah präsentierte sich auch die Begleitausstellung im Forum des Kursaals. Dort präsentierte beispielsweise Huawei mit einem Demo-Truck neuste Netzwerktechnologien, Microsoft stellte den neuesten Surface Hub und Surface Book vor, Sennheiser gab einen Einblick in die Zukunft der Audiowelt und mit Samsung konnten die Gäste in die virtuelle Realität eintauchen.

    Swisscom und Ericsson spannen zusammen
    Mit dem Swiss Telecommunication Summit, einem führenden Branchenanlass zu ICT und Digitalisierung in der Schweiz, positioniert sich der Schweizerische Verband der Telekommunikation (Asut) als kompetenter Wegbegleiter in die digitale Zukunft. Es verwundert deshalb kaum, dass Swisscom und Ericsson den Rahmen des asut-Seminars gewählt haben, um ihr Programm «5G for Switzerland» anzukünden. Dieses soll, wie Urs Schaeppi und Hans Vestberg, die CEOs der beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung bekanntgaben, Anwendungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen wie beispielsweise Smart Transportation oder Virtual Reality erarbeiten und mit Industriepartnern testen. Als Forschungs-und Akademiepartner konnte die École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) gewonnen werden.

    Digitalisierung am Swiss Telecommunication Summit
    Am diesjährigen Swiss Telecommunication Summit kam erstmals eine interaktive Event-App zum Einsatz. Die für Android-Smartphones und iPhones verfügbare App bietet Informationen über Referenten und Teilnehmende, innovative Networking-Funktionen, sowie die Möglichkeit Fragen zu stellen oder an Abstimmungen teilzunehmen. Die App wurde vom Innovationsdienstleister Zühlke im Rahmen einer mehrjährigen Kooperation zwischen asut und Zühlke erstellt und kommt auch bei den zukünftigen asut-Veranstaltungen zum Einsatz.

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