HP plant ein neues Sparprogramm, wie Reuters berichtet. Bis 2028 sollen weltweit 4000 bis 6000 Stellen wegfallen. Gründe sind Kostendruck, höhere Chippreise und ein Fokus auf Effizienz.
HP stellt sich auf schwierige Jahre ein und fährt seinen Sparkurs weiter hoch. Laut Reuters plant der Konzern bis spätestens 2028 den Abbau von rund 4000 bis 6000 Stellen. Das entspricht etwa zehn Prozent der Belegschaft. Der Schritt ist Teil eines dreijährigen Effizienzprogramms, das Einsparungen von rund einer Milliarde Dollar bringen soll. Betroffen sind vor allem Bereiche wie Produktentwicklung, interne Abläufe und Kundendienst. HP hatte bereits zu Jahresbeginn einen kleineren Abbau angekündigt, sieht aber nun zusätzlichen Druck auf das Geschäft, unter anderem durch steigende Preise für Speicherchips. Diese Belastung dürfte sich laut Unternehmensführung ab der zweiten Hälfte 2026 deutlicher bemerkbar machen. HP sucht deshalb nach günstigeren Lieferanten und prüft Preisanpassungen. Die aktuellen Quartalszahlen bewegen sich im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz stieg leicht auf rund 14,6 Milliarden Dollar, während der Gewinn je Aktie etwas zurückging. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen Gewinn zwischen 2,90 und 3,20 Dollar pro Aktie, weniger als Analysten bisher prognostiziert hatten. Die Aktie reagierte im nachbörslichen Handel mit deutlichen Verlusten. Der Konzern setzt weiter auf Automatisierung, KI gestützte Prozesse und eine striktere Kostensteuerung. Für die Belegschaft bedeutet das ein weiteres Sparprogramm mit spürbaren Folgen. (aso)