Die Schweiz erneut unter den Top 5 weltweit

Bild: Pixabay

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Das IMD, Institute for Management Development in Lausanne, veröffentlicht heute seine Weltrangliste zur „Digitalen Wettbewerbsfähigkeit". Die Ergebnisse für die Schweiz werden am Digital Competitiveness Summit 2022, der heute von Digitalswitzerland, IMD und EPFL von 17:50 bis 21:00 Uhr auf dem IMD-Campus in Lausanne veranstaltet wird, näher erläutert. Die Schweiz klettert auf den 5. Platz von 63 untersuchten Ländern.

Unter den Top 10 belegt Dänemark den 1. Platz, während die USA mit dem 2. Platz zum ersten Mal seit der Einführung des „IMD World Digital Competitiveness Ranking” im Jahr 2017 ihren Spitzenplatz abgeben müssen. Schweden bleibt auf dem 3. Platz, Singapur verbessert sich um einen Rang (4. Platz) und die Niederlande steigen ebenfalls um einen Platz auf den 6. Platz (von Platz 7). Der Aufstieg der Schweiz in der Rangliste ist auf das gute Abschneiden beim Faktor Wissen zurückzuführen, den das World Competitiveness Center als „das notwendige Know-how, neue Technologien zu entdecken, zu verstehen und zu entwickeln” definiert. Dieser Faktor ist eine von insgesamt drei Hauptkategorien, nach denen die Forschenden die Ergebnisse der Studien einstufen. Die beiden weiteren Faktoren bilden Zukunftsfähigkeit und Technologie.

Spitzenrang im Bereich Wissen

Bei sämtlichen Subfaktoren im Bereich Wissen rangiert die Schweiz unter den 10 besten Volkswirtschaften, wobei sie in Bezug auf Talente den 2. Platz erreicht, bei der wissenschaftlichen Konzentration weiterhin auf Rang 8 liegt und im Bereich der Aus- und Weiterbildung ebenfalls den 8. Platz einnimmt. Im Bereich Technologie bleibt die Position der Schweiz bei den Subfaktoren Kapital (Platz 12) und technologische Rahmenbedingungen (Platz 11) unverändert, während sich der regulatorische Rahmen im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert hat (2022: 8. Platz vs. 2021: 9. Platz).

Nachholbedarf der Schweiz

Das Ranking macht deutlich, dass die digitalen Fähigkeiten der Schweiz verbesserungswürdig sind: Die Verfügbarkeit digitaler Kompetenzen wird von den Führungskräften heute weniger positiv eingeschätzt als noch vor einem Jahr; dieses Kriterium ist auf Platz 18 zurückgefallen (von Platz 11). Auch bei den Hochschulabsolventen in den Naturwissenschaften (26. Platz), den Frauen mit Hochschulabschluss (30. Platz), der Anzahl Forscherinnen (31. Platz) und der F&E-Produktivität gemessen an der Anzahl Veröffentlichungen (35. Platz) sind die Werte weiterhin relativ niedrig – trotz Verbesserungen in den meisten dieser Bereiche. Insgesamt beleuchten die Ergebnisse die Faktoren, die es Regierungen und der Privatwirtschaft erleichtern, ihre Fähigkeiten zum Schutz der digitalen Infrastruktur vor Cyberangriffen zu verbessern, so die Experten. Zudem zeigen sie auf, wie dies die Annahme und Verbreitung digitaler Technologien fördert. In Bezug auf die Kapazitäten der Regierungen im Bereich Cybersicherheit belegt die Schweiz Platz 27 von 63, bei der Frage nach dem Stellenwert von Cybersicherheit für Führungskräfte („Inwieweit wird die Cybersicherheit von Unternehmen angemessen berücksichtigt?”) Platz 15. Im Bereich E-Partizipation liegt sie auf Platz 18 und im Bereich E-Government (Bereitstellung von Online-Behördendiensten, um Zugang und Inklusion für Bürger/innen zu erhöhen) auf Platz 16. Marc Walder, Gründer der Standortinitiative Digitalswitzerland: „Es ist das Bestreben von Digitalswitzerland, die Schweiz als führenden, digitalen Innovations-Standort zu verankern. Dass die Schweiz in der Weltrangliste zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit auf Platz 5 aufsteigen konnte, zeigt, dass die Schweiz weiterhin stark ist. Gleichzeitig führt uns dieses globale Ranking vor Augen, wo sich unser Land verbessern muss.” Arturo Bris, Director des World Competitiveness Center des IMD, sagt: „Die Schweiz ist auf dem Weg, eine voll entwickelte digitale Nation zu werden, mit einer zufriedenstellenden digitalen Infrastruktur und Regulierung, Daten-Governance und digitalen Einstellungen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunft wird jedoch die Einführung eines digitalen Identitätsprogramms im Land sein. Die Spitzenreiter in der Rangliste, wie Dänemark und Singapur, sind in dieser Hinsicht bereits wegweisend.” „Der Hauptnutzen dieser Rankings besteht darin, dass sie uns ermöglichen, die Aspekte zu identifizieren, bei denen noch viel Raum für Verbesserungen besteht. Neben ihrer wichtigen Rolle bei der Ausbildung von Schweizer Hochschulabsolventen trägt die EPFL so weiterhin dazu bei, Frauen in die Bildung und die wissenschaftliche Forschung einzubeziehen”, erklärt Martin Vetterli, Präsident der EPFL.

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