Auf der CES 2026 rücken KI, neue Geräteformate und Konnektivität eng zusammen. Rechenleistung wandert auf Endgeräte, Vernetzung wird einfacher.
Die CES 2026 dominiert aktuell die IT Berichterstattung. In Las Vegas zeigen Hersteller wie Lenovo, Asus, HP, Nvidia, AMD, Intel, Samsung oder LG, wohin sich Geräte, Plattformen und Infrastrukturen bewegen. Das zentrale Thema ist klar: Künstliche Intelligenz wird nicht mehr als Zusatz verkauft, sondern als Grundfunktion vorausgesetzt. Auffällig ist der starke Fokus auf lokale KI. Lenovo, Asus und HP setzen bei neuen Notebooks konsequent auf NPUs, um AI Funktionen direkt auf dem Gerät auszuführen. Nvidia und AMD treiben parallel die nötige Chipbasis voran. Ziel ist es, Abhängigkeiten von der Cloud zu reduzieren und Latenz, Datenschutz und Kosten besser zu kontrollieren. Bei den Geräten selbst tauchen alte Ideen in reiferer Form wieder auf. Lenovo zeigt erneut rollbare Displays, Samsung experimentiert weiter mit faltbaren Formaten. Im Unterschied zu früher stehen diesmal konkrete Einsatzszenarien im Vordergrund: mobiles Arbeiten, Kreativworkflows, Gaming und Multiscreen Nutzung. Auch Konnektivität wird neu gedacht. Themen wie eSIM, geräteübergreifende Nutzung und vereinfachte Netzanbindung ziehen sich durch viele Ankündigungen. Anbieter aus dem Telekom und Plattform Umfeld versuchen, klassische Modelle aufzubrechen und Nutzer stärker an eigene Ökosysteme zu binden. Im Hintergrund bleibt die Halbleiterfrage entscheidend. Ohne ausreichend leistungsfähige und energieeffiziente Chips bleiben viele CES Ankündigungen Theorie. Ob sich lokale KI, neue Geräteformate und vernetzte Workflows durchsetzen, hängt weniger von Konzepten ab als von verfügbarer Hardware und stabilen Lieferketten. (lfa)