Amazon wächst im zweiten Quartal kräftig. Vor allem AWS zieht an, während der Gewinn stark von der Anthropic-Beteiligung profitiert.
Amazon hat im zweiten Quartal 2026 deutlich zugelegt und die Markterwartungen übertroffen. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 200,6 Milliarden US-Dollar, das operative Ergebnis auf 27,5 Milliarden Dollar. Der wichtigste Treiber bleibt das Cloudgeschäft. AWS steigerte den Umsatz um 37 Prozent auf 42,2 Milliarden Dollar und wuchs damit so schnell wie seit 18 Quartalen nicht mehr. Auch das operative Ergebnis der Sparte legte zu und erreichte 16,6 Milliarden Dollar. Noch auffälliger ist der Nettogewinn. Amazon weist 62,6 Milliarden Dollar aus, nach 18,2 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Sprung kommt allerdings zu einem grossen Teil aus einem Vorsteuergewinn von 53,4 Milliarden Dollar, vor allem aus der Beteiligung an Anthropic. CEO Andy Jassy verweist neben AWS auf die steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur und eigenen Chips. Trainium, Graviton und Amazon Bedrock sollen weiter anziehen. Das zeigt, wie stark Amazon vom KI-Boom profitiert, aber auch, wie viel Kapital dafür nötig ist. Der freie Cashflow rutschte auf Sicht von zwölf Monaten ins Minus. Amazon begründet das mit höheren Investitionen in Infrastruktur und KI. Für das dritte Quartal erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 197 und 202 Milliarden Dollar. (lfa)