Die Migros-Tochter Galaxus steigerte den Plattformumsatz im Jahr 2024 um 18 Prozent auf 3,228 Milliarden Franken. In der Schweiz und in den europäischen Nachbarländern konnten trotz rückläufigem Handelsvolumen Marktanteile gewonnen und neue Kunden erreicht werden.
Das starke Wachstum ist auf die Erweiterung des Portfolios um fast 25 Prozent auf 8 Millionen Produkte zurückzuführen. Dies gelang unter anderem durch die Anbindung zahlreicher neuer Marktplatzhändler aus dem In- und Ausland. Die positive Umsatzentwicklung dürfte auch dadurch begünstigt worden sein, dass Galaxus im vergangenen Jahr zahlreiche Preise gesenkt und an das europäische Niveau angepasst hat. Prozentual am stärksten zugenommen haben die Westschweiz und der Kanton Tessin mit einem Neukundenanteil von 10 Prozent. Die meisten Bestellungen pro Person und Jahr tätigten hingegen wie bereits 2023 die Kundschaft aus dem Fürstentum Liechtenstein. Insgesamt kauften 2024 über 4,5 Millionen Menschen bei Galaxus ein, davon 1,2 Millionen in Deutschland, Österreich und den übrigen EU-Ländermärkten. Besonders gefragt waren in der Schweiz Produkte aus den Bereichen Supermarket und Beauty & Health, wo der Umsatz den Vorjahreswert um über 30 Prozent übertraf. In Deutschland und den europäischen Märkten konnte Galaxus in allen Kategorien kräftig zulegen und erzielte einen Plattformumsatz von 362 Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im internationalen Geschäft waren im vergangenen Jahr vor allem Handys, Notebooks und PC-Komponenten gefragt. Das neue Logistikzentrum im süddeutschen Neuenburg am Rhein ist der Ausgangspunkt für die Belieferung der Schweizer Ballungszentren. Zudem liegt der neue Lagerstandort geographisch optimal, um auch die europäischen Wachstumsmärkte wie Deutschland oder Frankreich zu bedienen. Der Migros-Konzern plant, in den nächsten Jahren substanzielle Investitionen in die gezielte Weiterentwicklung des Onlinegeschäfts auf dem europäischen Markt zu tätigen. (aso)